Label JenaKultur

Suchergebnisse

[[ outData.response.numFound ]] Suchergebnisse für [[ outData.currentKeyword ]] in Kategorie: [[ inData.CATEGORY ]]

Sortierung

Ihre Suche ergab keine Treffer.

Meinten Sie:

ID: [[ doc.id ]] clickCounter: [[ doc.clickCounter ]]

Online seit: [[ doc.onlineDate | convertSolrDate ]] Uhr

Kontakt
Jenaer Philharmonie
Eine Einrichtung von JenaKultur.
Carl-Zeiß-Platz 15
07743 Jena

Generalmusikdirektor
Marc Tardue

Intendant
Daniel Kernchen

Tel. 03641 49-8101
Fax 03641 49-8105
philharmonie@jena.de

Werkleiter JenaKultur
Jonas Zipf

„Chinesische Meisterschaft“...

Simon Gaudenz  ©Lucian Hunziker
Wu Wei   ©Klaus Hinrich Stahmer

Dietmar Ebert über das Konzert der Jenaer Philharmonie am 30. März 2017 im Jenaer Volkshaus

... und ein beeindruckendes Dirigat

Der Dirigent Simon Gaudenz ist dem Jenaer Publikum durch seine engagierte Leitung der "Internationalen Jungen Orchesterakademie" im Jahr 2015 in guter Erinnerung. Gemeinsam mit den Jenaer Philharmonikern hat er nun bewiesen, dass er auch wenig und völlig unbekannte Stücke zum Erfolg führen kann. Freilich waren die Jenaer Konzertbesucher wenig neugierig auf chinesische oder von chinesischer Musik beeinflusste Kompositionen. Viele haben einen Abend verpasst, der ohne Übertreibung zu den Sternstunden der Jenaer Philharmonie gehörte.

Simon Gaudenz und die Jenaer Philharmoniker beeindruckten zunächst durch eine durchsichtige Interpretation von „Winter“ op. 8, komponiert von Ye Xiaogang. Der 1955 in Shanghai geborene Ye Xiaogang gehört zu den führenden Komponisten seines Landes.
„Winter“ ist eine Art sinfonische Dichtung für großes Orchester. Spätromantische Strukturen und Klangfarben mischen sich mit Nachdenklichkeit und meditativen Einflüssen. Unter der Stabführung von Simon Gaudenz fand das Orchester zu Klarheit und einem vollen, farbenreichen Klangbild.

Die Entdeckung des Abends war Enjott Schneiders 2003 für Wu Wei geschriebenes Konzert „Changes“ (Veränderungen) für Sheng und Orchester. Die Sheng ist eine Art Mundorgel. Sie besteht aus einer Windkammer mit Schnabel. Die von Wu Wei gespielte Sheng besitzt 37 Pfeifen. Der einzigartige Ton der Sheng entsteht durch „Metallzungen“, die an den Pfeifen angebracht sind und erklingen, sobald das Griffloch abgedeckt ist. Die Sheng lässt sich sowohl beim Ein-, als auch beim Ausatmen spielen. Sie ist eines der wenigen Instrumente der traditionellen chinesischen Musik, das zur Wiedergabe von Akkorden fähig ist.
Wu Wei erwies sich in Enjott Schneiders Konzert als Meister seines Instruments. Mit den drei Teilen „Donner“, „Wasser“ und „See“ hat Enjott Schneider eine Brücke zwischen chinesischer und europäischer Musik geschlagen. Folgt der Aufbau in seiner Dreisätzigkeit der europäischen Musiktradition, so wird mit dem Einsatz der Sheng eine typisch chinesische Klangfarbe eingebracht. Die drei Sätze des Konzerts sind mit „Donner“, „Wasser“ und „See“ überschrieben. Symbolisiert „Donner“ die Erweckung, das Heftige und Fortschreitende, so steht „Wasser“ als Bild für das Tiefe, Geheimnisvolle und Melancholische. Im Finalsatz „See“ finden Sheng und Orchester zu heiterer Ruhe und Freude. Pure Freude bereitete es zu hören, wie mühelos und ausdrucksstark Wu Wei sein Instrument spielte. Das Konzertieren mit dem Orchester unter Gaudenz präziser Leitung folgte dem musikalischen Fluss des Konzerts. Höchste Bewunderung riefen Wu Weis Kadenz im letzten Satz und eine atemberaubende Zugabe hervor.

Ferrucio Busoni gehört zu den wenig gespielten großen Komponisten des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Kürzlich feierte in einer Neuinszenierung seine Oper „Doktor Faust“ an der Semper-Oper in Dresden Premiere. Schön, dass die Jenaer Philharmonie seine für Max Reinhardt komponierte „Turandot“-Suite op. 41 ins Programm aufgenommen hat. Sie beruht auf dem gleichnamigen Stück von Carlo Gozzi und verbindet die Geschichte des hohen Paares (Turandot/Kalaf) mit den Figuren der „Commedia dell’Arte“, wie Truffaldino (2. Satz) und Pantalone.

Simon Gaudenz und den Jenaer Philharmonikern gelang es ganz ausgezeichnet Ferrucio Busonis „Turandot“-Suite, op. 41 sehr transparent zu musizieren. Gaudenz verstand es neben dem Einsatz seiner sehr präzisen Schlagtechnik, das Orchester aufrauschen zu lassen oder zu dämpfen. Jedes Detail wurde fein ausmusiziert. Selbst die beiden Harfen waren gut vernehmbar. Neben dem vorzüglich weichen Streicherklang, den Holzbläsern und Hörnern, gebührt vor allem den Blechbläsern und selbstverständlich den Schlagwerkern großer Respekt.
Vor allem jedoch Simon Gaudenz, der es vermochte, drei unbekannten Stücken zu vollem Erfolg zu verhelfen.
Das Publikum dankte mit stürmischem, lang anhaltendem Applaus.

Tickets
Eintrittskarten

Hotline +49 3641 49-8060

Veranstaltungen
August
Mo Di Mi Do Fr Sa So
31 01 02 03 04 05 06
07 08 09 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 01 02 03
Webshop
Einkaufstaschen

Newsletter
Newsletter JP

Anmeldung

Sie finden uns hier
Bildergalerie
Bildergalerie

Kontakt
Jenaer Philharmonie
Eine Einrichtung von JenaKultur.
Carl-Zeiß-Platz 15
07743 Jena

Generalmusikdirektor
Marc Tardue

Intendant
Daniel Kernchen

Tel. 03641 49-8101
Fax 03641 49-8105
philharmonie@jena.de

Werkleiter JenaKultur
Jonas Zipf
Label JenaKultur