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„Flämische Weisen“ und glanzvolle Aufführung von Ludwig van Beethoven 5. Sinfonie

Dietmar Ebert über das Konzert der Jenaer Philharmonie am vergangenen Mittwoch, 10. Mai 2017 im Jenaer Volkshaus.

Bravo und herzlichen Dank an Maestro Tardue und das gesamte Orchester

Marc Tardue ©JP/Tobias Tanzyna

Zu Beginn spielten die Jenaer Philharmoniker unter der Stabführung von Marc Tardue frisch, melodiös und rhythmisch perfekt die „Rhapsodie flamande“ op. 56 von Albert Roussel. Sie ist keinem Geringeren als Erich Kleiber gewidmet. Er war bis 1935 Generalmusikdirektor an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, trat aber zurück, nachdem seine politischen und ästhetischen Differenzen mit dem Nazi-Regime unerträglich geworden waren. Erich Kleiber hatte Alban Bergs „Wozzeck“ uraufgeführt und setzte sich für moderne Komponisten wie Ernst Křenek, Darius Milhaud und Igor Strawinsky ein. Am 12.12. 1936 hob er in Brüssel Albert Roussels „Rhapsodie flamande“ aus der Taufe. Durch die Verwendung flämischen Liedgutes wurde Roussels Spätwerk zu einem Bekenntnis der Unabhängigkeit Belgiens in den späten 1930-er Jahren, in denen die Hitler-Regierung eine außenpolitische Krise nach der anderen provozierte. Albert Roussels flämische Rhapsodie mit ihren lyrischen Finessen (Duett zwischen 1. Oboe und 1. Fagott) und ihrem teils stampfenden Rhythmus war eine interessante Einleitung zu diesem denkwürdigen Konzert.

Es folgte das Konzert für Violoncello op.76 von Roland Coryn (*1938). Er ist einer der bekanntesten Komponisten Belgiens und eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des belgischen Musiklebens. In den Jahren 2003-2006 hatte Roland Coryn für seinen Sohn Herwig sein Violoncello-Konzert geschrieben. Herwig Coryn hat es 2007 mit dem Belgischen Nationalorchester unter Dirk Brossé uraufgeführt. Er war auch der Solist im Jenaer Volkshaus.
Seine Meisterschaft auf dem Cello zeigte sich bereits in der Kadenz des 1. Satzes und dessen rhapsodischen Passagen. Im nahtlos anschließenden zweiten Satz überzeugte Herwig Coryn durch die souveräne, ruhige Art seines Spiels. Im rasanten Finale nutzte er alle Möglichkeiten, auf seinem im Jahr 1771 von Joseph Gagliano gebauten Violoncello zu brillieren. Besonders reizvoll war der musikalische Dialog des Solisten mit den beiden Schlagwerkern an den Trommeln (Berkeley C. Williams und René Münch). Das Publikum spendete Herwig Coryn, Marc Tardue, den Jenaer Philharmonikern und dem anwesenden Komponisten Roland Coryn herzlichen Beifall.

Die Interpretation von Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie in c-Moll op. 67 durch das Jenaer Orchester und Maestro Tardue wurde zum Höhepunkt des Abends. Er wählte ein frisches, mitreißendes Tempo und ließ zugleich feinste Details ausmusizieren. Tardue setzte auf die harten Kontraste innerhalb des sinfonischen Ganzen. Nach einem holzschnittartigen, fast etwas groben 1. Satz ließ er den zweiten Satz frei ausschwingen, schloss einen spannungsreichen 3. Satz an, ehe er im Finalsatz dem Jubel freien Lauf ließ. Samtener Streicherklang, klangschöne Soli von 1. Flöte (Erdmute Geuther), 1. Oboe (Gunter Sieberth), 1. Klarinette (Christof Reiff),1. Fagott (Manfred Baumgärtner) und Hörnern (u.a. Robinson Wappler) verbanden sich mit dem volltönenden Einsatz der Trompeten (Steffen Naumann, Harald Linke) und Posaunen (u.a. Martin Zuckschwerdt und Wilfried Rathgeber) zu einem wunderbaren Beethoven-Klang.
Marc Tardue gelang es ausgezeichnet, den Spannungsbogen der 5. Sinfonie, ihre innere Struktur musikalisch auszuleuchten und zugleich einen schlanken, vollen Orchesterklang zu erzeugen. So gut ist die „Schicksalssinfonie“ noch nie in Jena erklungen. Marc Tardue hat es in seiner Zeit als Chefdirigent der Jenaer Philharmonie vermocht, das Orchester zu einer hohen Reife zu führen. Es kann sich nun mit Orchestern in den meisten europäischen Großstädten messen.

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