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Wiener Klassik im Kammerkonzert der Jenaer Philharmonie

Prof. Marius und Camelia Sima  ©JenaKultur/A.Hub

Hans Lehman lauschte im 2. Kammerkonzert der Spielzeit 2017/18 am 5. November 2017 in der Jenaer Rathausdiele Marius und Camelia Sima (Violine/Klavier) und schreibt darüber.

Großer Andrang und Riesenapplaus

Das Duo Prof. Marius Sima (Violine) und Camelia Sima (Klavier) ist im Rahmen der Philharmonischen Kammerkonzerte zu einem Markenzeichen geworden. So auch diesmal, wo es hieß „Eine klassische Reise nach Wien“ zu unternehmen. Der Besucherandrang war so groß, dass zusätzlich Stühle in der Rathausdiele gestellt werden mussten.

Als Auftakt erklang die Violinsonate G-Dur HV XV:32 von Joseph Haydn, die erste aus seiner Feder von insgesamt zwölf. Einem betont tänzerischen Andante folgt ein temporeiches Allegro voll rhythmischer Akzente, Violine und Klavier gleichgewichtig. Ein völlig anderes Prinzip des Zusammenwirkens gewahrte man bei der Wiedergabe von Mozarts Violinsonate Nr. 15 B-Dur KV 454. Er hatte sie der damals berühmten 23jährigen Regina Strinasacchi aus Malta gewidmet und begleitete die Geigerin zur Uraufführung selbst am Klavier am 29. April 1784 im Kärntner- Theater. Nach poesievoller Adagio-Einleitung ist ein beinahe konzertantes Allegro zu erleben, gefolgt von einem wunderbaren Andante.

Das abschließende Rondo, eine Art Gavotte galanter Leichtigkeit, lässt bereits den Geist späterer Rondos ahnen. Die abschließende Violinsonate op.12 Nr. 1 D-Dur komponierte Ludwig van Beethoven 1797 und widmete sie seinem Lehrer Antonio Salieri. Nach dem Allegro-Satz folgt ein Tema con Variazioni , vom Klavier eingeleitet und sich in der Stimmführung gegenseitig steigernd, wobei das abschließende Rondo thematisch wieder von der Pianistin angestimmt wird. Es blieben keine Wünsche offen, im Gegenteil, Riesenapplaus, und von den Simas mit der Zugabe eines der bekanntesten Reißer von Fritz Kreisler bedankt.

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