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Tanz der Dämonen

Kevin Griffiths dirigierte eindrucksvoll das 2. Freitagskonzert der Jenaer Philharmonie: "Tanz der Dämonen".  ©Künstler

Dietmar Ebert über das Freitagskonzert der Jenaer Philharmonie am 1. Dezember 2017 im Jenaer Volkshaus

Gelungene Reise durch die Landschaften der Phantasie

Das Jenaer Philharmonische Orchester eröffnete das Konzert unter der Stabführung von Kevin Griffiths mit Modest Mussorgskys „Nacht auf dem Kahlen Berge“. Im Unterschied zu den meisten Aufführungen hatte sich Griffiths nicht für die von Rimski-Korsakov bearbeitete Fassung, sondern für Mussorgskys Originalfassung entschieden. Das war eine gute Wahl. Die Tondichtung schillerte in allen Klangfarben wie ein Rohdiamant. Das Freie, Wilde und Ungezähmte der Musik konnte seine ausdrucksvolle Gestalt annehmen.

Meisterleistung von Edith Salzmann und Ramon Jaffé

Ein ganz besonderes Ereignis war die Jenaer Erstaufführung von Enjott Schneiders Tondichtung „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“. Seine Uraufführung hatte das Stück 2013 in Rutesheim bei Stuttgart. Die Solisten waren Jens Peter Maintz und Wolfgang Emmanuel Schmidt. In Enjott Schneiders Tondichtung für zwei Violoncelli und Streichorchester spaltet sich genau wie in Stevensons Geschichte eine Person in zwei Seiten, in eine gute und eine böse, auf. Die gute Seite verkörpert Dr. Jekyll, die böse sein Gegenspieler Mr. Hyde. Musikalisch werden Dr. Jekyll & Mr. Hyde von zwei Violoncelli in Szene gesetzt. Die in Neuseeland lebende Edith Salzmann und der in Riga geborene Ramon Jaffé stellten sich ganz in den Dienst des Werkes von Enjott Schneider, bewältigten mühelos alle technischen Schwierigkeiten und fanden zu einer ausgezeichneten Charakterdarstellung von Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Grandios der 4. Teil, in dem Mr. Hyde gejagt wird und der 5. Teil, in dem beide Celli die manische Depression der gespaltenen Persönlichkeit zur Klangmalerei werden lassen. Hier verschwimmen die Grenzen von gut und böse, gewinnt ein schizophrener Gemütszustand Klanggestalt und umklammert nahezu den Zuhörer. Gerade diesen 5. Teil adäquat zu interpretieren, das erfordert vollste Konzentration der Solisten und Hingabe an das Werk. Es verdient höchsten Respekt, mit welchem Können und mit welcher Leidenschaft die beiden Solisten sich in den Dienst von Enjott Schneiders Werk stellten. Daher war der herzliche Beifall für Edith Salzmann, Ramon Jaffé hoch verdient. Er galt auch den Jenaer Streichern unter Kevin Griffiths, einem ganz starkem Werk und selbstverständlich dem anwesenden Komponisten.

Im zweiten Teil des Abends spielte das Jenaer Orchester unter Kevin Griffiths Hector Berlioz „Symphonie fantastique“ op.14 ausdrucksstark und differenziert. Griffiths ließ die Musikerinnen und Musiker den großen dramatischen Bogen spannen und feinste Details ausmusizieren. Das war eine Interpretation, die man nicht vergessen wird, war doch das Jenaer Orchester in Hochform, und Kevin Griffiths ließ hörbar werden, wie die idée fixe durch die Phantasieräume des Komponisten wandert. Nicht umsonst heißt die Sinfonie in ihrem Untertitel „Episoden aus dem Leben eines Künstlers“. Die Phantasie des Künstlers führt ihn durch Raum und Zeit. Ihr sind keine Grenzen gesetzt: Bereits in den Träumereien des 1. Satzes blühte das Hauptthema, die Leidenschaft des Künstlers zu seiner Geliebten spiegelnd, voller Schönheit in Flöten- und Geigenspiel auf, ganz wunderbar kam der warme, elegante Streicherklang, von den Holzbläsern zart umspielt, im zweiten Satz „Ein Ball“ zur Wirkung. Im 3. Satz, einer pastoralen Szene, berührte vor allem das Duett von Fern-Oboe (Jörg Schneider) und Englischhorn (Andrea Abé) im 3. Satz. Düster, traurig und fast albtraumartig erklang der 4. Satz „Gang zum Schafott“. Den Finalsatz „Hexensabbat“ spielten die Musikerinnen und Musiker der Jenaer Philharmonie unter Griffiths wild und entfesselt, doch stets vom Dirigenten exakt kontrolliert. Besonders hervorzuheben ist der strahlende Klang der Blechbläser und das präzise Spiel der Schlagwerker. Bravo für Kevin Griffiths und das Jenaer Orchester! Sie überzeugten mit einem Berlioz-Klang, wie man ihn sich wünscht.

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