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Eine Musik, die Ohren und Herzen öffnete

Masaa  ©Masaa

Dietmar Ebert über das Zusammenspiel zwischen Masaa und der Jenaer Philharmonie unter der Leitung von Bernd Ruf im Gründonnerstagskonzert, 29. März 2018 im Jenaer Volkshaus

Lyrische wie musikalische Intensität unter inspiriertem Dirigat von Bernd Ruf

„Masaa“ – das bedeutet „Abend“, die Zeit zwischen Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit. „Masaa“ nennt sich das Quartett, das aus dem libanesischen, in Deutschland lebenden Poeten und Sänger Rabih Lahoud, dem technisch brillanten Trompeter und Arrangeur Marcus Rust, dem traditionelle und moderne Spielformen verbindenden Pianisten Clemens Christian Pötzsch und dem sensibel agierenden Schlagzeuger Demian Kappenstein besteht. Die Musik dieser vier jungen Musiker entsteht aus der „Welt des Dazwischen“, zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen uralten und modernen Rhythmen, zwischen Morgenland und Abendland, zwischen den Religionen und Kulturen.

Rabih Lahoud gelingt es in seinen Texten poetisch zu improvisieren, er ist immer auf dem Weg, seiner „inneren Stimme“ zu folgen, seine Erzählungen über Erlebtes, über Sehnsüchte und Träume finden im Gesang ihren Ausdruck. In ihm manifestiert sich die Wandelbarkeit und Ausdruckskraft seiner Stimme, die mühelos vom Brustregister zum Falsett übergehen kann. Wie Marcus Rust seine Trompeten-Soli, Clemens Christian Pötzsch seine Piano-Läufe und Demian Kappenstein als Schlagwerker agiert, das entspringt dem Auf-Einander-Hören der vier Musiker, die menschliche Stimme und die instrumentalen verbinden sich zu einem einzigartigen Dialog.

Bereits mit „Lamento“ stellten Rabih Lahoud und seine drei Instrumentalisten das Besondere ihrer Musik vor: die Geschichten, die am Abend erzählt werden, sind radikal offen: in der Art der Meinungsäußerung, in der Art, wie Geschichten erzählt werden und vor allem, wie Poesie zu Musik wird: durch die Art des Singens. Dieser Gesang, der von Rabih Lahoud ausgeht, überträgt sich auf die Instrumente seiner Mitspieler und in ganz großartiger Weise auf die Instrumentalistinnen und Instrumentalisten der Jenaer Philharmonie.
Was in „Lamento“ exemplarisch vorgeführt wurde, konnte in den unterschiedlichen Stücken des Konzertes wieder und neu entdeckt werden.
In „Hiwar“ ist es der Schrei nach Dialog, nach Austausch, vielleicht nach Konzertieren. „Über mir“, komponiert von Marcus Rust, ist ein Stück, das Einkehr und Besinnung sucht und einfordert: die Empfindung dessen, was größer als das menschliche Dasein ist und das Gefühl der „Resonanz“ (Hartmut Rosa) in uns hervorruft. Von Heiterkeit und Leichtigkeit durchwirkt ist die Komposition „Aruz“ (Die Braut) – eine Art Hochzeitsgeschenk von Marcus Rust, Clemens Pötzsch und Demian Kappenstein an ihren Freund Rabih Lahoud.
In „Wara’i“ mit seinem fast sakralem Auftakt und seinem popartigen Schluss wird das Vergangene, das, was hinter dem Erzähler liegt, poetisch-musikalisch zum Ausdruck gebracht. Damit korrespondiert „Abadi“ mit seinem langsamen ersten Teil und seinen großartig stampfenden Rhythmen. „Abadi“ ist eine Komposition, die das „Offene“ des Dialogs, des Erzählens und des Gesangs besonders stark betont.
Musikalisch besonders beeindruckend war „Beiruti“, ein Stück, in dem das Alltagsleben der libanesischen Hauptstadt mit den Spuren seiner Religion und den Nachwirkungen des Bürgerkrieges zu einer farbenreichen Klangsprache verdichtet wurde. Musikalische Stärke und Intensität atmete „Ta voix“, die bewegende Komposition über die „Stimme des Lebens“, über die Begegnung zwischen „Ich und Du“ (Martin Buber), Leben und Gesang.
Zum Abschluss erklang „Kilmati“, ein Gesang, der die Suche nach den verlorenen Worten zum Inhalt hat, die immer wieder neu werden, zu neuer Bedeutung gelangen, eine wunderbar festliche Komposition, in der sich die menschliche Stimme mit Trompeten-Soli und Orchesterklang auf’s Schönste mischen.

Das Besondere am Gründonnerstagskonzert war, wie sich die Musikerinnen und Musiker aller Instrumentengruppen der Jenaer Philharmonie unter dem inspirierten Dirigat von Bernd Ruf auf das Experiment des Zusammenspiels mit „Masaa“ eingelassen haben. Alle vorgetragenen Titel atmeten Intensität und innere Gelöstheit. Das Spiel der vier Solisten verschmolz auf einzigartige Weise mit einem warmen, leichten Orchesterklang. Es war eine große Freude zu hören, wie Solisten und Orchester auf einander reagierten und zu einem Klang fanden, der das wundersam Poetische zwischen Orient und Okzident zu musikalischem Ausdruck brachte. Dieses sehr genaue Auf-Einander-Hören, dieses Zu-Hören, diese Aufmerksamkeit, die der französische Philosoph Malebranche das „natürliche Gebet der Seele“ genannt hat, führten zu immer neuen Variationen des Dialogs, des Austauschs zwischen der menschlichen und den instrumentalen Stimmen.

Ein großes Dankeschön für dieses musikalische Ostergeschenk, für eine Musik, die Ohren und Herzen zu öffnen vermochte.

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