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Der Klang der großen Städte

clair-obscur Saxophonquartett  ©BorisStreubel

Dietmar Ebert über das Konzert "Crossing Borders III" der Jenaer Philharmonie am vergangenen Mittwoch, 11. April 2018 unter der Leitung von Ewa Strusińska

Eine musikalische Reise von Paris über Berlin und London nach New York

Musik, die von großen Städten erzählt, stand im Fokus des Konzerts, das von der polnischen Dirigentin Ewa Strusińska souverän und temperamentvoll geleitet wurde. Es begann mit Mozarts „Pariser“ Sinfonie, die am 18. Juni 1878 in der französischen Hauptstadt uraufgeführt wurde. Vielleicht hätte eine minimierte Streicherbesetzung dem Klangbild gut getan. Es fehlte ein wenig das Federnde, Leichte, Elegante, zu denen die Jenaer Philharmoniker zum Beispiel unter Christoph Koncz fähig waren.

Der „Pariser Sinfonie“ folgte der Hit des Abends, Enjott Schneiders Konzert für Saxophonquartett „Berlin Punk“ aus dem Jahr 2017. Wie virtuos die Musikerinnen und Musiker des clair-obscur Saxophonquartetts mit Maike Krullmann (Altsaxophon), Kathi Wagner (Baritonsaxophon), Christoph Enzel (Tenorsaxophon) und Jan Schulte-Bunert (Sopransaxophon) ihre Instrumente einsetzten, sie singen, swingen und grooven ließen, wie sie ihre Soli und den Quartettklang gestalteten, das war große Kunst. Auf ihren Instrumenten, die sehr schön mit dem gesamten Orchestersound harmonierten, ließen sie dunkle, vermüllte und doch so lebendige Orte der Großstadt entstehen und Mondlicht und -schatten über dem Alex erstrahlen. Sie erzählten von Polizei-Razzien, Jagden und Fluchten durch die Stadt und von Liebe mit und ohne Drogen, ehe das Konzert mit einem Finale endete, in dem Spaß und überschäumende Lebensfreude kulminierten. Ein großartiges Konzert von Enjott Schneider und ein Saxophonquartett, das vom Publikum begeistert gefeiert wurde und sich mit dem „Libertango“ von Piazolla bedankte. In der Interpretation des clair-obscur Saxophonquartetts, in diesem sehr genauen Auf-einander-Hören, getrennt und zusammen- Spielen, in den großartig erschaffenen Klangflächen und -clustern, in der Imitation des Pulses und des Rhythmus der modernen Großstadt Berlin wurde hörbar, mit welchem Einsatz, welcher Emphase und Empathie die vier Musikerinnen und Musiker des clair-obscur-saxophonquartett Enjott Schneiders Stück „Berlin Punk“ gespielt haben. Ein Stück voller Effekte, aber ohne jegliche Effekthascherei. Enjott Schneiders „Berlin Punk“ wird in die Musikgeschichte eingehen.

Edward Elgars Cockaigne-Ouvertüre „In London Town“, op. 40, eine Liebeserklärung an die britische Metropole aus dem Jahr 1901, erklang frisch und farbenreich. Es ist, als zögen Bilder der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert am Hörer vorbei: Pfeifende Straßenjungs und Zeitungsausträger, denen ein lyrisches Intermezzo über die Stadt und ihre Bewohner folgt. Sofort beginnt das zweite große Thema, eine Art Romanze, die ein Liebespaar im Park porträtiert, ehe Militärklänge und Anklänge an die feierliche Stimmung in einer Kirche die Ouvertüre abrunden. Ein musikalisches Stimmungsbild um 1900. Unter Ewa Strusińska engagiertem Dirigat konnte das Philharmonische Orchester alle Klangfarben entfalten.

Leonard Bernsteins Geburtstag jährt sich 2018 zum 100-mal. So war es folgerichtig, dass die Jenaer Philharmonie an Bernstein, dem die Welt als Komponist, Dirigent und Musikvermittler so viel verdankt, erinnerte. Unter dem temperamentvollen Dirigat von Ewa Strusińska erklangen die „Sinfonischen Tänze“ aus seiner „West Side Story“ leicht und transparent. Es war eine Freude zu hören, wie die Musikerinnen und Musiker der Jenaer Philharmonie Bernsteins unsterblichen Melodien zu einer Lebendigkeit und Frische verhalfen, wie sie selten zu erleben ist. Lebensfreude, Frohsinn, überschäumendes Temperament, Liebe, Wehmut und Trauer verbindet Bernstein mit dem Rhythmus der Großstadt New York. Wir Zuhörerinnen und Zuhörer sind ihm zu großem Dank verpflichtet, hat er doch Musik komponiert, die zum Schönsten des 20. Jahrhunderts gehört. Und dem Jenaer Orchester und Ewa Strusińska ein herzliches Dankeschön für ihr genaues, temporeiches und lebensfrohes Spiel von Leonard Bernsteins „Sinfonischen Tänzen“.

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