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Jenaer Philharmonie
Eine Einrichtung von JenaKultur.
Carl-Zeiß-Platz 15
07743 Jena

Generalmusikdirektor des.
Simon Gaudenz

Intendantin
Dr. Juliane Wandel

Tel. 03641 49-8101
Fax 03641 49-8105
philharmonie@jena.de

Werkleiter JenaKultur
Jonas Zipf

Ein großartiger Vorgeschmack auf die kommende Spielzeit

  ©Christoph Worsch

Dietmar Ebert über das "Konzertante Sinfonik" betitelte 7. Freitagskonzert am 15. Juni 2016 mit Romina Tomasoni (Mezzosopran) unter der Leitung von GMD des. Simon Gaudenz.

Vier ganz verschiedene Kompositionen des 20. Jahrhunderts – vier ganz unterschiedliche Orchesterklänge

In Jenas Stadtkirche St. Michael erlebten die Jenaer Besucher ein Sinfoniekonzert der besonderen Art. Unter der Stabführung des designierten Chefdirigenten Simon Gaudenz spielte das Jenaer Philharmonische Orchester vier Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Die Besucher der philharmonischen Konzerte wissen um das Können und den Rang der Instrumentalistinnen und Instrumentalisten, doch was am Freitag trotz der schwierigen Akustik zu hören war, das erregte Freude und Bewunderung.

Zu Beginn erklang Sergej Prokofjews „Symphonie classique“ leicht und transparent. Simon Gaudenz und dem Philharmonischen Orchester gelang es ausgezeichnet, die „Doppeltheit“ in Prokofjews 1. Sinfonie hörbar werden zu lassen, halb Haydn zugewandt, halb genial im frühen 20. Jahrhundert verortet. Sergej Prokofjews 1. Sinfonie in D-Dur op. 25 ist ein jugendlicher Geniestreich, und als solchen ließ ihn Simon Gaudenz musizieren. Den langen Nachhall in St. Michael nutzte er geschickt und bezog ihn in seine Interpretation ein. Ganz wunderbar das zarte Konzertieren der 1. Geigen mit dem Fagott im Larghetto und der übermütige turbulente Finalsatz.

In starkem Kontrast zu Prokofjews „Symphonie classique“ stand Ottorino Respighis lyrisches Poem „Il Tramonto“ (Der Sonnenuntergang). Als Solistin konnte die international renommierte Mezzosopranistin Romina Tomasoni gewonnen werden. Mit lyrischem Timbre und der Leuchtkraft ihrer Stimme verlieh sie Respighis „Il Tramonto“ starken Ausdruck. Respighis balladenhaft anmutendes Poem entstand 1914 nach einem Gedicht von Percy B. Shelley und erzählt von einer Liebe, die stärker als der Tod ist. Romina Tomasoni sang mit nie nachlassender Intensität. Ihre Stimme schwebte über dem Orchesterklang und vermochte es, die Herzen der Zuhörer zu ergreifen.

In kleiner Besetzung erklang Igor Strawinskys „Concerto in Es“ (Dumbarton Oaks). Den Auftrag für dieses „kleine Konzert“ im Stil der Brandenburgischen Konzerte hatte Strawinsky von Robert Woods Bliss und dessen Frau Mildred Barnes Bliss erhalten. Ihr Landhaus befand sich in Dumbarton Oaks. Dort hob Nadia Boulanger am 8. Mai 1938 das „Concerto in Es“ aus der Taufe. Bei der öffentlichen Premiere am 4. Juni 1938 in Paris stand Igor Strawinsky selbst am Pult. Das Konzert ist mit einer Querflöte, einer Klarinette, einem Fagott, zwei Hörnern, drei Violinen, drei Bratschen, zwei Celli und zwei Kontrabässen klein besetzt. Die Instrumente übernahmen teils solistische, teils gruppenspezifische Aufgaben, so erinnerte das Concerto in Es-Dur an barockes Konzertieren. Simon Gaudenz ließ die Anklänge an Bachs Brandenburgische Konzerte hörbar werden und musizierte frisch und sehr transparent mit dem „Kammerorchester“. Es entstand ein reines, klares Klangbild, in dem jedes Instrument zu hören war.

György Ligetis Concert Românesc besteht aus vier in einander übergehenden Sätzen. Für sein Konzert hat Ligeti eine Vielzahl rumänischer Volksweisen adaptiert. Einen großen Teil von ihnen hatte er auf Schallplatten und Wachsmatrizen im Bukarester Folklore-Institut gehört. Allerdings hat Ligeti ähnlich wie seine Vorbilder Béla Bartók und Zoltan Kódaly auch selbst Volkslieder und -tänze in Siebenbürgen gesammelt. Er hat vor allem die Rhythmik der Bauerntänze, die er in Covasinth kennen lernte, in sein Konzert integriert. So ist in den Jahren 1949 und 1950 ein großartiges Konzert entstanden, das die Tradition von Bartók, Kódaly und Enescu fortsetzt und doch bereits Ligetis ganz eigene Handschrift trägt. Es ist heute kaum mehr vorstellbar, dass die ungarischen Kulturverantwortlichen 1951 diese großartige Musik verboten haben. Freilich, das Concert Românesc hatte ein freier Geist komponiert, der später einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts werden sollte.
Der Konzertmeister der Philharmonie, Marius Sima, hat natürlich ein besonderes Gespür für Ligetis Musik, doch auch alle anderen Orchestermitglieder waren in Top-Form und brachten ihr ganzes Können ein, um Ligetis Partitur mit Leben zu erfüllen.
Besonders die Hörner leisteten im dritten Satz Vorzügliches. Das Spiel der Hörner ohne Ventile erinnert ein bisschen an die natürliche „Stimmung“ der Alphörner.

Simon Gaudenz hatte das Orchester bestens vorbereitet und führte es mit Freude, Energie und Schwung durch die Partitur. So entstand ein vielfarbiges Klangbild, das vom Publikum mit viel Beifall aufgenommen wurde. Der designierte Chefdirigent lud die Zuhörer ein, der Philharmonie auch in der neuen Spielzeit die Treue zu halten und viele Konzerte im renovierten Volkshaus zu besuchen. Dann hob er abermals den Taktstock, und das Orchester wiederholte den 4. Satz aus Ligetis Concert Românesc.

Die großartige Leistung von Orchester und Chefdirigent am Freitagabend bestand darin, dass vier Stücke des 20. Jahrhunderts aufgeführt wurden, die vier ganz unterschiedliche Klangbilder erforderten. Genial, heiter, verspielt und auftrumpfend die erste Sinfonie von Prokofjew, lyrisch-romantisch mit großen Legato-Bögen das lyrische Poem von Respighi, in barocker Manier das Concert in Es von Strawinsky und alle Anforderungen der Moderne meisternd György Ligetis Concert Românesc. Braucht man dazu nicht vier unterschiedliche Orchester? Nicht in Jena! Denn die Musikerinnen und Musiker der Jenaer Philharmonie erwiesen sich in allen Stücken als außerordentlich stilsicher. Für eine so reife Leistung braucht es einen Chefdirigenten vom Format eines Simon Gaudenz!

Wir alle können der neuen Spielzeit mit hohen Erwartungen entgegen sehen.

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