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Ort
Festplatz Lobeda-West
Karl-Marx-Allee 28
07747 Jena

11. Sonderkonzert: Arena-Ouvertüre I

Musik / Konzerte

 ©Künstler
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Freitag, 22.06.2018 , 21:00 Uhr, Festplatz Lobeda-West
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11. Sonderkonzert: Arena-Ouvertüre I

Hören Sie Carl Orffs „Carmina Burana“ auf der Open-Air-Bühne der ArenaOuvertüre in Lobeda. Die Jenaer Philharmonie, sowie der Knaben- und der Philharmonische Chor werden von dem designierten Generalmusikdirektor Simon Gaudenz dirigiert.

ArenaOuvertüre „Carmina Burana“

Die Schicksalsgöttin Fortuna, Entscheiderin über Glück oder Unglück, betritt die Open-Air-Bühne der ArenaOuvertüre in Lobeda, Carl Orffs „Carmina Burana“ im Gepäck. Und schicksalhaft ist dieses Stück wahrhaftig – bereits die Entstehungsgeschichte ein Los. Grundlage sind Texte, die Orff einst in einem Antiquariatskatalog fand. Das in Latein und Mittelhochdeutsch verfasste Werk entpuppte sich als rund hundert Jahre alte Ausgabe einer Sammlung von Vagantendichtung. Die Original Lied- und Dramentexte aus dem 11./12. Jahrhundert lagerten einst im Kloster Benediktbeuren, waberten in Abschriften durchs mittelalterliche Europa. Selbst in Norwegen fand man auf Holzkeilen Textpassagen des Werkes. Später kursierten die Liedtexte vorwiegend in intellektuellen Kreisen, wurden von Studenten aufgenommen. Carl Orff brachte sie ans Licht der Öffentlichkeit. Er wählte aus den weit über 200 Liedern 24 Stücke aus, die er vertonte: sinnlich, derb, voller Lebenslust und Spiritualität – und mit einer solchen Kraft, dass diese noch heute ohrwurmheischend durch Werbespots geistern, als Soundtrack für große Heldenfilme dienen oder Sportwettkämpfe begleiten.

Doch die „Carmina Burana“ stieß nicht nur auf Gegenliebe. Nach der Uraufführung 1937 in der Frankfurter Oper urteilte die Reichsmusikkammer der Nazis: „Bayerische Niggermusik, voller artfremder Elemente“, was sich vorrangig auf die meist in Latein verfassten Lied- und Dramentexte bezog. Heute zählt „Carmina Burana“ zu den erfolgreichsten und populärsten Werken der klassischen Musik.

Die sozialkritischen, politischen Lieder, die Trink- und Saufgesänge, die Hymnen auf die Liebe und die parodistisch-satirischen Texte schildern das Lebensgefühl der einfachen Leute, die sich die Lust nicht nehmen lassen. Dies alles bringt der machtvolle Chorsatz des Philharmonischen Chores mit Wucht und Klarheit zu Gehör. Unterstützt wird er dabei von den Stimmen des Knabenchor der Jenaer Philharmonie. Es dirigiert der designierte Generalmusikdirektor Simon Gaudenz.

Es spielt die Jenaer Philharmonie.

Dirigent: Simon Gaudenz

Einstudierung Chöre: Berit Walther

Sopran: Lina Johnson
Bariton: Detlef Roth

Veranstaltungsort
Festplatz Lobeda-West
Karl-Marx-Allee 28
07747 Jena

Veranstalter
Jenaer Philharmonie

Tickets
Eintrittskarten

Hotline +49 3641 49-8060

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