· Rathausdiele

  Sonntag 08.03.2026 11:00 Uhr

Rathausdiele

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Kammerkonzert № 5

Das Kon­zert eröff­net die Vio­la­so­nate op. 147, das letzte Werk Dmi­tri Schos­ta­ko­witschs, das er 1975 nur einen Monat vor sei­nem Tod voll­en­dete. Die Sonate wirkt wie eine auto­bio­gra­fi­sche Zusam­men­fas­sung sei­nes Lebens und arbei­tet mit ver­schie­de­nen Selbst- und Fremd­zi­ta­ten. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist der Bezug zu Ludwig van Beet­ho­vens „Mond­schein­so­nate“ im 3. Satz. Der Wid­mungs­trä­ger Fjo­dor Dru­schi­nin, Brat­scher des Beet­ho­ven-Streich­quar­tetts, erhielt die Par­ti­tur erst drei Tage vor Schos­ta­ko­witschs Tod. Er be­schrieb das Werk spä­ter als „Musik aus dem Jen­seits“.

Im An­schluss folgt die 1959 ent­stan­dene Vio­lin­so­nate von Arno Baba­dschan­jan (1921-1983). Das sei­nem Vor­bild Dmi­tri Schos­ta­ko­witsch ge­wid­mete Werk gilt als eines der be­deu­tend­sten Stü­cke des hier­zu­lande weit­ge­hend un­be­kann­ten arme­ni­schen Kom­po­nis­ten und Pia­nis­ten. Sti­lis­tisch mar­kiert es einen Über­gang: Geprägt von der Be­schäf­ti­gung mit arme­ni­scher Volks­mu­sik, weist es har­mo­nisch bereits über die tra­di­tio­nelle Tona­li­tät hin­aus und lässt erste Impulse der spä­te­ren, stär­ker moder­nis­ti­schen Phase des Kom­po­nis­ten erken­nen.

Ein Kam­mer­kon­zert im Rah­men des Sai­son­schwer­punkts „Pla­net Schos­ta­ko­witsch“, das eine Be­geg­nung von exis­ten­ziel­ler Tiefe ver­spricht. /CS/JN

Programm

Dmitri Schostakowitsch:
Violasonate op. 147

Arno Babadschanjan:
Violinsonate b-Moll

Mitwirkende

Cornelius Spaeth, Violine
Karina Suslov-Götz, Viola
Igor Gryshyn, Klavier

Foto: Pixabay
Foto: Pixabay

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