Montag, 04.01.2021, 20:03 Uhr

Deutschlandfunk Kultur wiederholt Six Continents № 2

Spannende Begegnungen zwischen Klassik und Weltmusik zu schaffen und damit das zusammenzubringen, was Jena ausmacht: Weltoffenheit und künstlerische Exzellenz, eine bunte Stadtgesellschaft und ihr Orchester, war das ambitionierte Ziel der in der Spielzeit 2019.2020 initiierten Konzertreihe „Six Continents“ der Jenaer Philharmonie. Dank der namhaften Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ konnten in der vergangenen Spielzeit drei Crossover-Konzerte realisiert werden, die das Volksbad Jena mit Klängen aus Südamerika, dem alpinen Mitteleuropa und Nordafrika füllten.

Im Dezember 2019 waren der österreichische Perkussionist und Hangspieler Manu Delago und seine Band als Gäste der Jenaer Philharmonie in die Saalestadt eingeladen.

Manu Delago, der durch sein Video „Mono Desire“, das es in die TOP 30 der am besten bewerteten Musikvideos auf YouTube schaffte, berühmt wurde, gilt als Pionier des Hang, einem noch recht jungen Percussion-Instrument, das im Jahr 2000 in der Schweiz entwickelt wurde, aus zwei aufeinander geklebten Metallkuppeln besteht und damit einem doppelten Wok nicht unähnlich sieht. Manu Delago entdeckte das Instrument und seinen ganz eigenen Klang im Jahr 2003 für sich und löste in den darauffolgenden Jahren einen Hype um das Hang aus.

So wurde beispielsweise auch die isländische Pop-Ikone Björk für Studioaufnahmen und Tourneen auf den Musiker aufmerksam. Daneben musizierte und komponierte er unter anderem gemeinsam mit der Sitar-Spielerin Anoushka Shankar. Für seine Arbeit an ihrem Album „Land of Gold“ erhielt Manu Delago eine Grammy-Nominierung. Verschiedene Konzerte führten ihn in die großen Konzerthäuser auf allen Kontinenten.

Für sein CD- und Filmprojekt „Parasol Peak“ begab sich Manu Delago 2017 auf eine tollkühne musikalische Bergexpedition: Delagos Heimat sind die Alpen – Zentraleuropas größte Gebirgskette, die sich über 1200 Kilometer von der Cote d'Azur im Westen bis zum Wiener Becken im Osten erstreckt. Gemeinsam mit sechs Musikern, begleitet von einem Film- und Audioaufnahmeteam, zeichnete der Musiker eine Woche lang an unterschiedlichen Orten und Höhenlagen der Tiroler Alpen Musikstücke auf. Hierbei wurden dann auch die Klänge der Natur zum Instrument.

Im Konzert am 10.12.2019 in der ehemaligen Jenaer Badehalle verschmolzen unterschiedliche musikalische Stile und Klangkörper – souverän geleitet vom Dirigenten Tobias Deutschmann, der auch als Pianist, Keyboarder und Arrangeur im E- und U-Bereich zu Hause ist – und entführten das begeisterte Publikum in außergewöhnliche Klangwelten.

Die Aufführung wurde von Deutschlandfunk Kultur mitgeschnitten und am 27.01.2020 erstmals im Rahmen der Sendereihe „In Concert“ ausgestrahlt. Nun wiederholt der Sender die Aufzeichnung am Montag, 04.01.2021, ab 20:03 Uhr. Sie empfangen Deutschlandfunk Kultur in Jena über UKW auf 94,2 MHz, über DAB+, als Livestream im Internet und in der DLF Audiothek App deutschlandfunkkultur.de. Lassen Sie sich dieses einmalige Klangerlebnis nicht entgehen!

 
Programm

Manu Delago:
[„Another Change“]
„Missing Link“
[„Satori“]
„Seventh Day“
„Defense“
[„Rudi“]
„Rising Between the Trains“
„Wandering Around“
„Sun in the North“
„Down to the Summit“
„Coincidence“
„BFG“
„Simon is Psychling“
„Two Hands Full Of Sound“
„Bigger Than Home“

 
Mitwirkende

Manu Delago Handmade
Manu Delago, Hang & Schlagzeug
Isa Kurz, Violine, Klavier & Gesang
Pepe Auer, Holzblasinstrumente
Clemens Rofner, Kontrabass

Jenaer Philharmonie
Tobias Deutschmann, Leitung
 


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