Das Saisonbuch 2026.2027 zum Ansehen und zum Download

Die Jenaer Phil­har­mo­nie hat am 26.­Mai 2026 ihr Kon­zert­pro­gramm der Spie­lzeit 2026.2027 vor­ge­stellt. Nach­dem in der zu Ende gehen­den Sai­son 2025.2026 Dmi­tri Schos­ta­ko­witsch im Fokus stand, folgt nun 2026.2027 der Spiel­zeit­schwer­punkt „Pla­net Dvo­řák“ mit dem Motto „Natur und Hei­mat“. Kaum ein Kom­po­nist ver­kör­pert diese The­men so ein­drucks­voll wie Anto­nín Dvo­řák. Seine Musik ver­bin­det sin­fo­ni­sche Weite mit kam­mer­mu­si­ka­li­scher Fein­heit und spie­gelt zugleich Natur­ver­bun­den­heit, tiefe Reli­gio­si­tät, Lebens­freude und die Ver­wur­ze­lung in der eige­nen Hei­mat. Dazu Gene­ral­mu­sik­di­rek­tor Simon Gau­denz wei­ter: „Ein wei­te­res wich­ti­ges Wort im Zusam­men­hang mit Dvo­řák ist ‚Gebor­gen­heit‘. Nach­dem wir uns eine Spiel­zeit lang mit Schos­ta­ko­witsch beschäf­tigt haben, nach all dem Schwarz-Wei­ßen und Dop­pel­bö­di­gen, wollte ich gern das Gegen­teil. Eine Musik, die das Or­ches­ter und das Publi­kum mit einer Art von Liebe um­schließt, bei der man sich wohl­füh­len kann.“

Unter dem Schwer­punkt „Pla­net Dvo­řák“ wer­den neben unbe­strit­te­nen High­lights aus Dvo­řáks umfang­rei­chem Schaf­fen auch viele unbe­kann­tere Werke des tsche­chi­schen Kom­po­nis­ten zu hören sein. In den Sin­fo­nie­kon­zer­ten unter der Leitung von Simon Gau­denz erklin­gen Dvo­řáks Sin­fo­ni­sche Dich­tung „Der Was­ser­mann“, sein Not­turno H-Dur und Scherzo capric­cioso Des-Dur (17.09.2026), seine Kon­zert­ouver­türe „Othello“ (03.12.2026), die Sin­fo­nie Nr. 8 G-Dur (14./15.01.2027) sowie das Vio­lon­cello­kon­zert h-Moll (22.05.2027); im Chor­sin­fo­ni­schen Kon­zert unter der Lei­tung von Chor­di­rek­to­rin Berit Wal­ther das Dvo­řák-Requiem (20.11.2026). Zudem wer­den zahl­rei­che Werke aus sei­nem kam­mer­mu­si­ka­li­schen Schaf­fen in den Kam­mer­kon­zer­ten des Or­ches­ters auf­ge­führt. Auf dem Flug durch die­ses musi­ka­li­sche Uni­ver­sum wer­den zudem viele andere Him­mels­kör­per besucht: Kom­po­nis­ten, von denen Dvo­řák selbst ins­pi­riert wurde, und andere, deren Schaf­fen er maß­geb­lich beein­flusste. Die Kom­bi­na­tio­nen der jewei­li­gen Werke in einem Pro­gramm las­sen eine Fülle von neuen Bedeu­tungs­ebe­nen, Asso­zia­tio­nen und emo­tio­na­len Wir­kun­gen ent­ste­hen.

Als ARTIST IN RESI­DENCE der Spiel­zeit 2026.2027 begrüßt das Or­ches­ter Daniel Otten­sa­mer. Der Solo­kla­ri­net­tist der Wie­ner Phil­har­mo­ni­ker kon­zer­tiert sowohl als Solist als auch als Kam­mer­mu­si­ker mit nam­haf­ten Or­ches­tern und bedeu­ten­den Künst­ler­per­sön­lich­kei­ten in den wich­tigs­ten Musik­zen­tren der Welt. In Jena wird er mit vier Kon­zert­pro­jek­ten zu Gast sein und sein Instru­ment mit sei­nem wan­del­ba­ren Klang in all sei­nen Facet­ten prä­sen­tie­ren.

Einen musi­ka­li­schen Aus­blick auf die neue Spiel­zeit gibt die Jenaer Phil­har­monie zum Tag des offe­nen Denk­mals am 13. Sep­tem­ber 2026 in ihrem Sai­son­er­öff­nungs­kon­zert, zu dem sie bei kos­ten­frei­em Ein­tritt um 15:00 Uhr ins Volks­haus Jena ein­lädt.

Unter der Lei­tung von Simon Gau­denz, Berit Wal­ther und nam­haf­ten Gast­di­ri­gen­ten laden das Or­ches­ter und die Chöre der Jenaer Phil­har­monie in der neuen Spiel­zeit dazu ein, in den viel­fäl­ti­gen Kon­zert­rei­hen ver­traute Meis­ter­werke ebenso wie neue Ent­de­ckun­gen zu genie­ßen. Dabei hat das be­lieb­te After-Work-For­mat 360° einen fes­ten Platz im Kon­zert­ka­len­der, genau­so wie die aus den Rei­hen der Musi­ker kura­tier­ten „Black Box“-Kon­zerte im Club Kas­sa­blanca. In den belieb­ten, rund ein­stün­di­gen Sams­tags­kon­zer­ten prä­sen­tiert die Jenaer Phil­har­mo­nie an fünf Ter­mi­nen auch 2026.2027 wie­der große Musik in kom­pak­ter Form mit aus­ge­wähl­ten Reper­toire-High­lights und heraus­ra­gen­den Solis­ten. Wenn es heißt „Phil­har­mo­nie trifft ...“, dann sind span­nende, Gen­re­gren­zen über­schrei­tende Kol­la­bo­ra­tio­nen ange­sagt: In der kom­men­den Sai­son freut sich das Or­ches­ter hier auf das Duo Stie­hler/Luca­ciu zu tref­fen.

Auch viele beson­dere Solis­ten prä­gen das Kon­zert­pro­gramm der neuen Spiel­zeit wie der Bari­ton Ben­ja­min Appl und die Sopra­nis­tin Chris­tina Lands­ha­mer, die Pia­nis­ten Elisa­beth Brauß und Wil­liam Youn, der Gei­ger Vadim Gluz­man, der Orga­nist Chris­tian Schmitt oder der Cel­list Fried­rich Thiele.

Im Jahr 2027 wird Jena „Host Town“ der Liszt Bien­nale Thü­rin­gen. Die­ses alle zwei Jahre zu Pfings­ten statt­fin­dende Fes­ti­val wid­met sich der Musik des 19. Jahr­hun­derts und ehrt das Wir­ken Franz Liszts in Thü­rin­gen. Die Jenaer Phil­har­mo­nie gestal­tet gemein­sam mit den Män­ner­stim­men der eige­nen sowie wei­te­rer Jenaer Ora­to­rien­chöre die För­der­preis-Gala am 14. Mai 2027 mit der Ver­lei­hung des Franz Liszt För­der­prei­ses der Liszt Bien­nale Thü­rin­gen an den Pia­nis­ten Kevin Chen.

An alle Tanz­be­geis­ter­ten rich­tet sich das neue For­mat „Jena tanzt“ am 6. Februar 2027. In drei Tanz­run­den spielt die Jenaer Phil­har­mo­nie und erfüllt dabei den Ernst-Abbe-Saal des Volks­hau­ses Jena mit ele­gan­ten Wal­zern und ande­ren schwung­vol­len Klas­si­kern des Gesell­schafts­tan­zes, aus­ge­las­se­nem Disco­fox und lei­den­schaft­li­chen latein­ame­ri­ka­ni­schen Rhyth­men – offen für alle, die sich gern von Musik in Bewe­gung brin­gen lassen. Der Vor­ver­kauf star­tet im Dezem­ber 2026.

Die drei Chöre der Jenaer Phil­har­mo­nie – der Phil­har­mo­ni­sche Chor, der Madri­gal­kreis und der Kna­ben­chor – sind auch 2026.2027 pro­gram­ma­tisch ein­ge­bun­den in Sin­fo­nie­kon­zer­ten des Or­ches­ters und mit eige­nen Pro­gram­men zu erle­ben. Auf dem Pro­gramm des Phil­har­mo­ni­schen Chores ste­hen dabei neben Dvo­řáks Requiem (20.11.2026) Raritäten wie John Ire­lands Vision „These things shall be“ (29.04.2027). Der Madri­gal­kreis wird unter der Lei­tung von Chor­di­rek­to­rin Berit Wal­ther u. a. im Sep­tem­ber 2026 am inter­na­tio­na­len Chor­fest Magde­burg teil­neh­men und sich 2027 mit einem A-cap­pella-Som­mer­pro­gramm in ganz Mit­tel­deutsch­land prä­sen­tie­ren. Der Kna­ben­chor feiert sein 50-jäh­ri­ges Beste­hen mit einem Jubi­läums­kon­zert am 12. Sep­tem­ber, zu dem Part­ner­chöre aus ganz Deutsch­land ein­ge­la­den wur­den. Zudem wirkt der Chor am „Weih­nachts­ora­to­rium“ von Johann Sebas­tian Bach mit, das er gemein­sam mit dem Göt­tin­ger Kna­ben­chor und der Jenaer Phil­har­mo­nie in Göt­tin­gen (13.12.2026) und Jena (20.12.2026) auff­ührt.

Außer­dem im Pro­gramm: Zahl­rei­che Kam­mer­kon­zerte der ver­schie­de­nen Kam­mer­mu­sik­en­sem­bles der Jenaer Phil­har­mo­nie in der Rat­haus­diele, die Stadt­teil­kon­zerte in Lobeda und Win­zerla, Kuli­na­ri­sche Sonn­tags­ma­ti­neen im Hotel & Res­tau­rant Schwar­zer Bär, Kaf­fee­kon­zerte, Familien- und Familienkammerkonzerte, tutti pro gemein­sam mit dem Jugend­sin­fo­nie­or­ches­ter der Musik- und Kunst­schule Jena, Schü­ler­kon­zerte und Hör­Proben für Schul­klas­sen, Ein­führ­un­gen zu aus­ge­wähl­ten Kon­zer­ten und vie­les mehr.


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