Die Jenaer Philharmonie
Pure Spielfreude
»Die Jenaer Philharmonie spielt auf einem derart hohen Niveau, dass die Stadt stolz sein kann, ein Orchester dieser Qualität zu haben.«
SIMON GAUDENZ
Die Jenaer Philharmonie spielt für das Kulturleben der Stadt Jena und des Freistaats Thüringen eine bedeutende und essenzielle Rolle. Als größtes reines Konzertorchester Thüringens verfügt sie über eine Strahlkraft weit über die Stadt- und Landesgrenze hinaus. Die Jenaer Philharmonie arbeitet mit renommierten Solisten und Gastdirigenten zusammen, die die Qualität und Spielfreude des Orchesters schätzen.
Heimat der Jenaer Philharmonie ist das 1903 eröffnete Volkshaus mit seinem architektonisch einzigartigen und für seine herausragende Akustik gerühmten Ernst-Abbe-Saal, in dem pro Saison zwei große Abonnementsreihen und zahlreiche Sonderkonzerte gespielt werden.
Der 2025 erfolgreich abgeschlossene Mahler-Scartazzini-Zyklus fand international breite Beachtung und hat, auch dank der hervorragend rezensierten CD-Aufnahmen, die künstlerische Ausstrahlung des Orchesters nachhaltig verstärkt. Eine intensive Gastspieltätigkeit führte die Jenaer Philharmonie bereits in die Alte Oper Frankfurt, in die Kölner Philharmonie, ins Konzerthaus Berlin, in die Tonhalle Zürich, zum Pariser Radio France, ins Konzerthaus Dortmund, in das Amsterdamer Concertgebouw, das Stadtcasino Basel sowie nach Italien, Polen, Slowenien, in die Slowakei und nach Armenien. Zum Jahreswechsel 2018/2019 absolvierte die Jenaer Philharmonie eine erfolgreiche Chinatournee. Nach dem eindrucksvollen Gastspiel bei den Gustav-Mahler-Musikwochen Toblach 2022 folgte das Orchester 2025 einer erneuten Einladung zu diesem renommierten Festival, was die gewachsene internationale Wertschätzung der Jenaer Philharmonie unterstreicht.
Ein Alleinstellungsmerkmal der Jenaer Philharmonie ist, dass ihr gleich drei Chöre angeschlossen sind – Philharmonischer Chor, Madrigalkreis und Knabenchor –, wodurch die chorsinfonische Musik seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle in der Arbeit des Orchesters einnehmen kann.
Als Orchester der Stadt versteht es die Jenaer Philharmonie als besonderen Auftrag, in die Gesellschaft hineinzuwirken, neue Aufführungs- und Vermittlungsformate zu kreieren und zu etablieren, experimentierfreudig zu sein, außergewöhnliche Kooperationen einzugehen und Menschen dort mit Musik zu begeistern, wo sie es von einem Orchester nicht unbedingt erwarten. So erlebt Jena ein junges, sehr engagiertes und nahbares Orchester in ständiger Bewegung, das an den unterschiedlichsten Orten der Stadt in regem Kontakt und Austausch mit seinen Bewohnern und Gästen steht, ob im Volksbad, in einer Grundschule, im Club Kassablanca oder auf dem Festplatz in Lobeda West.
Die Musikvermittlung und die kreative Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist den Orchestermitgliedern ein Herzensanliegen. Dabei wird die für eine nachhaltige Musikbegeisterung grundlegende Arbeit der Musikerinnen und Musiker in Kindergärten und Schulen von der Philharmonischen Gesellschaft Jena e. V. unterstützt.
In mehreren Kammermusikreihen musizieren Mitglieder der Jenaer Philharmonie in wechselnden Besetzungen und präsentieren dabei ein vielfältiges und spannendes Repertoire.
Die Jenaer Philharmonie gewann 2001 und 2003 die Auszeichnung des Deutschen Musikverleger-Verbands für das beste Konzertprogramm der Saison. Ein weiterer Meilenstein ist die Mitgliedschaft im Europäischen Orchesternetzwerk ONE® („Orchestra Network for Europe“). Von 2017 bis 2020 wurde das Orchester im Programm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ von der Bundesregierung gefördert.
Für die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar ist die Jenaer Philharmonie seit mehr als sechzig Jahren wichtiger Kooperationspartner bei der Ausbildung junger Dirigentinnen und Dirigenten sowie bei den jährlich stattfindenden internationalen Weimar Master Classes.
Vor 92 Jahren als Städtisches Sinfonieorchester Jena gegründet, erhielt die Jenaer Philharmonie ihren heutigen Namen 1969. Der erste Chefdirigent war Ernst Schwaßmann (1934-1945), ihm folgten Carl Ferrand (1945-1947), Albert Müller (1947-1949), Gerhard Hergert (1950-1959) und Hans Heinrich Schmitz (1959-1967). Unter Günter Blumhagen (1967-1980) konnte eine Aufstockung des Klangkörpers auf 82 Stellen erreicht werden. Blumhagens Nachfolger als Generalmusikdirektoren waren Christian Ehwald (1981-1988), Andreas S. Weiser (1990-1998), Andrey Boreyko (1998-2004), Nicholas Milton (2004-2010) und Marc Tardue (2011-2017), bevor mit der Spielzeit 2018.2019 Simon Gaudenz die Leitung des Orchesters übernahm.


