Die Jenaer Philharmonie

Jenaer Philharmonie, Foto: Tobias Tanzyna
Jenaer Philharmonie, Foto: Tobias Tanzyna

»Die Jenaer Philharmonie spielt auf einem derart hohen Niveau, dass die Stadt stolz sein kann, ein Orchester dieser Qualität zu haben.«

SIMON GAUDENZ

Im Kulturleben der Stadt Jena und des Freistaats Thüringen spielt die Jenaer Philharmonie eine bedeutende und unverzichtbare Rolle. Sie entwickelt neben ihrer regionalen Qualität als größtes rein philharmonisches Orchester Thüringens zunehmend die Wirkung eines nationalen und internationalen Aushängeschilds und ist selbstverständliche Adresse für Solisten und Gastdirigenten von höchstem internationalem Niveau.

Vor allem der auch überregional enthusiastisch wahrgenommene Mahler-Scartazzini-Zyklus und die philharmonischen Thementage unter dem Titel DER KLANG VON JENA, bei denen mit unterschiedlichen Konzertformaten gearbeitet wird und die in der Stadt großen Anklang finden, zeigen ein junges, extrem engagiertes Orchester in ständiger Bewegung. Mit Konzerten an unterschiedlichsten Orten wie im Volksbad, im Kassablanca und im TRAFO, in verschiedenen Locations der Universität, aber auch mit der jährlich stattfindenden ArenaOuvertüre auf dem Festplatz Lobeda-West befindet sich die Jenaer Philharmonie im ständigen Dialog mit der Stadt und widmet sich mit großer Kreativität und Hingabe der Musikvermittlung und der Aufgabe, neue Zielgruppen zu erreichen.

Die Jenaer Philharmonie gewann in den Jahren 1999 bis 2002 zwei Mal die Auszeichnung für das beste Konzertprogramm der Saison, vergeben durch den Deutschen Musikverleger-Verband. Von 2017 bis 2020 wurde das Orchester im Programm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ von der Bundesregierung gefördert. Seit Herbst 2005 ist die Jenaer Philharmonie Mitglied im Europäischen Orchesternetzwerk ONE® („Orchestra Network for Europe“).

Konzertreisen führten das Orchester bereits in die Alte Oper Frankfurt, in die Kölner Philharmonie, ins Konzerthaus Berlin, in die Tonhalle Zürich, zum Pariser Radio France im Rahmen von „Printemps Musical“ sowie nach Italien, Polen, Slowenien, in die Slowakei und nach Armenien. Im Dezember 2018 und Januar 2019 absolvierte die Jenaer Philharmonie eine erfolgreiche Chinatournee; in jüngster Zeit erfolgten Einladungen in bedeutende Konzertsäle der Schweiz, ins Konzerthaus Freiburg im Breisgau und zu den Gustav Mahler Musikwochen Toblach. Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren die Qualität und Vielseitigkeit des Orchesters.

Vor über achtzig Jahren als Städtisches Sinfonieorchester Jena gegründet, erhielt die Jenaer Philharmonie ihren heutigen Namen am 21. September 1969. Unter dem damaligen Chefdirigenten Günter Blumhagen, der von 1967 bis 1980 in Jena tätig war, konnte zudem eine Aufstockung der Musikerstellen auf die Zahl von 85 erreicht werden. Blumhagens Nachfolger als Generalmusikdirektoren waren Christian Ehwald (1981-1988), Andreas S. Weiser (1990-1998), Andrey Boreyko (1998-2004), Nicholas Milton (2004-2011) und Marc Tardue (2011-2017), bevor mit der Spielzeit 2018.2019 Simon Gaudenz die Leitung des Orchesters übernahm.

Heimat der Jenaer Philharmonie ist das 1902 bis 1903 erbaute Volkshaus mit seinem prächtigen Ernst-Abbe-Saal, in dem pro Saison vierzehn Abonnementskonzerte und zahlreiche Sonderkonzerte programmiert werden können. Durch die der Jenaer Philharmonie angeschlossenen Chöre, den Philharmonischen Chor, den Madrigalkreis und den Knabenchor nimmt die Chorsinfonik einen wichtigen Part im Repertoire des Orchesters ein.

Auch die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar ist seit mehr als fünfzig Jahren wichtiger Kooperationspartner des Orchesters, so bei den jährlich stattfindenden internationalen Weimarer Meisterkursen.

Mit Unterstützung der Philharmonischen Gesellschaft Jena e. V. engagiert sich die Jenaer Philharmonie im Netzwerk „MUSIK macht schlau“ in der Stadt Jena und den umliegenden Landkreisen, um Kinder und Jugendliche für klassische Musik zu begeistern.

Das Orchester zeichnet sich zudem durch eine Vielzahl kammermusikalischer Aktivitäten aus den Reihen der Musiker aus; zahlreiche eigene Kammerensembles bereichern die Konzertreihen mit ihren Programmen.