»Wir möchten in die Stadt hinausgehen und offen sein für Begegnungen mit möglichst vielen Menschen in Jena. Unsere Zugewandtheit zeigen: das ist mein zentrales Anliegen.«
SIMON GAUDENZ
Simon Gaudenz ist seit 2018 Generalmusikdirektor der Jenaer Philharmonie. Gemeinsam mit seinem Orchester steht er für eine innovative Konzertdramaturgie, spannende Programme und begeisternde Aufführungen von herausragender Qualität.
Der unter seiner Leitung erfolgreich abgeschlossene Mahler-Scartazzini-Zyklus fand internationale Aufmerksamkeit und liegt nun vollständig auf CD vor. Dieser Erfolg spiegelt sich in regelmäßigen Einladungen zu Festivals und Gastspielen wider.
In der Spielzeit 2025.2026 hat Simon Gaudenz ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit mit seinem Orchester aufgeschlagen, in dem er jeweils einen Komponisten in den Fokus einer Konzertsaison stellt. Auf die intensive Beschäftigung mit Dmitri Schostakowitsch folgt in der Spielzeit 2026.2027 die künstlerische Auseinandersetzung mit dem facettenreichen Werk von Antonín Dvořák. In enger und inspirierter Verbundenheit wird Simon Gaudenz den gemeinsamen Weg mit der Jenaer Philharmonie bis zum Jahr 2029 fortsetzen.
Neben der Pflege des klassisch-romantischen Orchesterrepertoires setzt sich Simon Gaudenz verstärkt für seltener zu hörende Werke ein. Ein zentrales Element seines künstlerischen Profils ist die zeitgenössische Musik. Mit großer Leidenschaft bringt er deren Vielfalt regelmäßig auf die Bühne – dokumentiert durch zahlreiche Uraufführungen von Komponisten wie Andrea Lorenzo Scartazzini, Moritz Eggert, Henrik Hellstenius, Marc Sinan, Enjott Schneider, Anders Koppel und Bent Sørensen.
Als international gefragter Dirigent leitete er zahlreiche renommierte Orchester, darunter die Staatskapelle Dresden, das Orchestre National de France, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Oslo Philharmonic, die Bamberger Symphoniker, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, die Sinfonieorchester des BR, WDR, NDR, RBB und SWR sowie das Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI.
Er ist gern gesehener Gast bei internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Musikfest Berlin, den Thüringer Bachwochen oder den Schwetzinger Festspielen. Eine herzliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit Solisten wie Gidon Kremer, Anne-Sofie von Otter, Igor Levit, Michael Barenboim, Daniel Ottensamer, Veronika Eberle, Renaud Capuçon, Arabella Steinbacher, Benjamin Appl, Sabine Meyer, Lauma Skride, Lise de la Salle, Lilya Zilberstein, Maximilian Hornung, Simon Höfele und vielen weiteren.
Nach ersten Stationen als als Chefdirigent des Collegium Musicum Basel sowie als Gründungsmitglied und Künstlerischer Leiter der camerata variabile basel war Simon Gaudenz ab 2010 Erster Gastdirigent des Odense Symphony Orchestra. 2012 wurde er zudem Chefdirigent der Hamburger Camerata, der er weiterhin als Gastdirigent verbunden ist.
Seine umfangreiche Diskografie umfasst unter anderem die Gesamtaufnahmen der Sinfonien Mahlers und Schumanns, Spohrs Gesamtwerk für Klarinette und Orchester sowie Sinfonien François-Joseph Gossecs.