Unter dem Spielzeitschwerpunkt „Planet Dvořák“ richtet das Konzert den Blick auf dramatische und nachdenkliche Werke des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Antonín Dvořáks „Othello“ erzählt ohne Worte von Liebe, Eifersucht und zerstörerischer Leidenschaft. Das Werk gehört zum dreiteiligen Konzertouvertürenzyklus „Natur, Leben und Liebe“ und bildet als dessen letzter Teil einen dunklen Gegenpol zu den beiden vorausgegangenen Stücken. Richard Strauss’ „Vier letzte Lieder“ wenden sich von der dramatischen Zuspitzung nach innen: In Gedichten von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff begegnen sich Abschied, Todesahnung und die Hoffnung auf Verklärung. Mit Christina Landshamer, die 2023 bereits gemeinsam mit Simon Gaudenz und der Jenaer Philharmonie zu erleben war, kehrt eine international geschätzte und ausdrucksstarke Liedinterpretin nach Jena zurück. Die zweite Konzerthälfte gehört Johannes Brahms, einem frühen Förderer Dvořáks, und seiner Vierten Sinfonie. Brahms’ letzte Sinfonie ist ein Werk von großer formaler Strenge und emotionaler Intensität, das nicht versöhnlich endet, sondern einen der eindringlichsten Schlüsse der romantischen Sinfonik bereithält. So führt der Abend von Dvořáks tragischem Drama über Strauss’ Abschiedsmusik zu Brahms’ kompromisslosem Finale. /JN
Programm
Antonín Dvořák:
„Othello“, Konzertouvertüre op. 93
Richard Strauss:
„Vier letzte Lieder“ für Sopran und Orchester
Johannes Brahms:
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Mitwirkende
Christina Landshamer, Sopran
Jenaer Philharmonie
Simon Gaudenz, Leitung
Hinweise
18:45 Uhr Konzerteinführung
mit Unterstützung der Philharmonischen Gesellschaft Jena e. V.


