»Planet Dvořák«

Spielzeitschwerpunkt 2026.2027

Unter dem Schwer­punkt „Pla­net Dvo­řák“ bie­tet die Jenaer Phil­har­mo­nie in der Spiel­zeit 2026.2027 eine bemer­kens­werte Viel­falt. Neben un­be­strit­te­nen High­lights aus Anto­nín Dvo­řáks um­fang­rei­chem Schaf­fen er­klin­gen auch viele un­be­kann­tere Werke des tsche­chi­schen Kom­po­nis­ten. Neu­gier und Aben­teu­er­lust prä­gen die Werk­aus­wahl. Der Ver­lauf der Sai­son wird für das Kon­zert­pub­li­kum zu einer span­nen­den Ex­pe­di­tion durch einen fas­zi­nie­ren­den Kos­mos, immer der Bahn des Pla­ne­ten Dvo­řák fol­gend.

Auf dem Flug durch die­ses musi­ka­li­sche Uni­ver­sum wer­den zudem viele andere Him­mels­kör­per besucht: Kom­po­nis­ten, von denen Dvo­řák selbst ins­pi­riert wurde, und andere, deren Schaf­fen er maß­geb­lich be­ein­flusste. Die Berüh­rungs­punkte der unter­schied­li­chen Flug­bah­nen, also die Kom­bi­na­tio­nen der jewei­li­gen Werke in einem Pro­gramm, las­sen eine Fülle von neuen Bedeu­tungs­ebe­nen, Asso­zia­tio­nen und emo­tio­nalen Wir­kun­gen ent­ste­hen: einen sehr beson­de­ren Wel­traum.

Diese in Jena prak­ti­zierte „Kunst des Kon­zert­pro­gramms“ ist ein we­sen­tli­cher Grund für den Reich­tum an Ein­drü­cken, den die Zu­hö­re­rin­nen und Zu­hö­rer aus den Kon­zer­ten der Phil­har­mo­nie mit­neh­men können. Offen­sicht­lich gibt es eine unbän­dige Lust von Simon Gau­denz und sei­nem Or­ches­ter, an inte­res­san­ten und inhalts­rei­chen Pro­gram­men zu fei­len und jedes ein­zelne Kon­zert zu einem Erle­bnis wer­den zu las­sen.

Die Kunst des Konzertprogramms

Im Früh­jahr 2026 führte der Regis­seur, Dra­ma­turg, Autor und Kul­tur­ma­na­ger Prof. Michael Diss­meier ein aus­führ­liches Inter­view mit Gene­ral­mu­sik­di­rek­tor Simon Gau­denz, das im Fol­gen­den in Aus­zü­gen wie­der­ge­ge­ben ist. Das voll­stän­dige Gespräch über den Spiel­zeit­schwer­punkt „Pla­net Dvo­řák“ und wei­tere High­lights der Sai­son fin­den Sie im Sai­son­buch auf den Sei­ten 8 bis 17.

Unmittelbar sinnlich

Michael Dissmeier: Lieber Simon Gaudenz, worin besteht die Kunst, ein Pro­gramm zu bauen?

Simon Gaudenz: Zuerst denke ich an das unmit­tel­bare, sinn­li­che Erle­ben unse­rer Zu­hö­re­rin­nen und Zu­hö­rer. Ich bin mir sicher, dass ein Stück, je nach­dem, was man zuvor gehört hat, anders emp­fun­den wird. Im Ideal­fall erfährt das Pub­li­kum allein schon durch die ge­schickt ge­wählte Zusam­men­stel­lung der Werke eine Über­ra­schung und eine Art „Aha“-Effekt. Ich mag es, Gedan­ken in der Art zu pro­vo­zie­ren wie: „So habe ich das ja noch nie gehört!“ Des­we­gen lasse ich immer wie­der ein­mal ver­schie­dene Stücke direkt inein­an­der über­gehen. [...] Es geht mir darum, dass ein Werk im Licht eines ande­ren Wer­kes neue emo­tio­nale Facet­ten frei­gibt, die man nicht erle­ben würde, würde das Werk für sich allein ste­hen.
 

Natur und Zerstörung von Natur

Michael Dissmeier: Das erste Kon­zert unter dem Schwer­punkt „Pla­net Dvo­řák“ prä­sen­tiert inte­res­san­ter­weise drei kür­zere Werke des Kom­po­nis­ten. In Bezug dazu ste­hen Mozarts Kla­ri­net­ten­kon­zert, mit dem sich gleich­zeitig Daniel Otten­sa­mer als Artist in Resi­dence die­ser Sai­son vor­stellt, und ein moder­nes Werk von Wolf­gang Rihm.

Simon Gaudenz: Im Auf­takt­kon­zert möchte ich die enorme Weite des Kos­mos ab­bil­den, in dem der Pla­net Dvo­řák unter­wegs ist. Die von uns pro­gram­mier­ten gro­ßen Werke, die Achte Sin­fo­nie und das Cello­kon­zert, fol­gen dann spä­ter in der Sai­son. Gerade in Dvo­řáks so detail­rei­chen Minia­tu­ren gibt es Groß­arti­ges zu ent­de­cken.

Michael Dissmeier: Was pro­gram­ma­tisch auf­fällt, ist die direkte Kom­bi­na­tion von Dvo­řáks „Not­tur­no“ mit Rihms „Nature Morte – Still Alive“.

Simon Gaudenz: Das „Not­tur­no“ klingt wie ein nächt­li­ches Wie­gen­lied, wie der ruhige Tanz einer Mut­ter mit ihrem Kind auf dem Arm. Es hat eine berüh­rende Schlicht­heit. Natur und Mensch sind in die­ser fried­li­chen Nacht mit­ein­an­der im Rei­nen. In dies­es intime Idyll plat­zen Schroff­heit und Bru­ta­li­tät von Rihms „Nature Morte“, – der Titel des Werks be­deu­tet sowohl „Still­le­ben“ als auch „tote Natur“. Ich möchte davon erzäh­len, dass wir gerade dabei sind, als Mensch­heit unsere eige­nen Lebens­grund­la­gen zu zer­stö­ren.

Michael Dissmeier: Also ein wun­der­bar nächt­li­ches Natur­bild, und dann macht Wolf­gang Rihm das Licht an, und man sieht den Bor­ken­käfer­wald?
 

»Sinfoniekonzerte sollen aufrütteln dürfen!«

SIMON GAUDENZ

 
Simon Gaudenz: Die Musik klingt tat­säch­lich so. Ich mache mir viele Gedan­ken darü­ber, wie der­ar­tige Aus­sa­gen auf gute Weise in einem Kon­zert­pro­gramm unter­ge­bracht wer­den kön­nen. Auch Sin­fo­nie­kon­zerte sol­len auf­rüt­teln dür­fen, finde ich! Gerade die The­men Natur, Um­welt­ver­schmut­zung und Kli­ma­wan­del würde ich im Grunde noch viel häu­fi­ger bear­bei­ten wol­len. Doch es ist gar nicht so ein­fach, das auf eine Art zu tun, die nicht sek­tie­re­risch oder bes­ser­wis­se­risch rüber­kommt.

Die Mensch­heit kann Kriege und Wirt­schafts­kri­sen irgend­wie aus­hal­ten, den Kli­ma­wan­del jedoch nicht. Aber natür­lich reicht es nicht, kluge Gedan­ken darü­ber ins Pro­gramm­heft zu schrei­ben, sie müs­sen un­mit­tel­bar erleb­bar wer­den. Musik macht es mög­lich, nicht nur den Ver­stand der Men­schen anzu­spre­chen, son­dern ihre Gefühle zu bewe­gen. Auf die Emo­tio­nen ein­zu­wir­ken, birgt mei­ner Ansicht nach auf lange Sicht mehr Chan­cen auf Ver­än­de­rung unse­rer Ver­hal­tens­wei­sen. Wenn wir etwas nicht nur intel­lek­tu­ell ver­ste­hen, son­dern Gefühle damit ver­bin­den, bekommt es eine andere Dring­lich­keit.

Schön finde ich, dass am Ende von Rihms Stück eine unge­heuer zarte Sehn­sucht steht, wie ein lei­ser Ruf danach, dass alles gut aus­ge­hen möge. Des­we­gen heißt es im Titel des Werks wohl auch „Still Alive“, also: „hof­fent­lich blei­ben wir am Leben“!

Michael Dissmeier: Auch das erste Werk des Auf­takt­kon­zerts, die Sin­fo­ni­sche Dich­tung „Der Wass­er­mann“, ist alles andere als fried­lich und ver­söhn­lich. Das Kli­schee von Dvo­řák als nai­vem Natur­bur­schen ist weit ver­brei­tet. Dazu pas­sen die ab­grün­dige Erzäh­lung und die bedroh­liche Atmo­sphäre die­ses Stü­ckes aber gar nicht.

Simon Gaudenz: Natur ist ja nicht auto­ma­tisch fried­lich und ver­söhn­lich. Sie kann genau­so unheim­lich, wild und gefähr­lich sein. Dvo­řák erzählt Natur hier als Bedro­hung. Die Leiche eines ertrun­ke­nen klei­nen Mäd­chens wird nachts vom stür­mi­schen See wie­der an Land gespuckt. Die hoch­ro­man­ti­sche Fabel berich­tet uns den Grund: Die Mutter hat sich mit einem Was­ser­mann ein­ge­las­sen. – Es geht um tiefe Urängste. Mich beein­dru­cken Dvo­řáks Fähig­kei­ten, solche kras­sen Bil­der und Situa­tio­nen unge­heuer plas­tisch mit zur dama­li­gen Zeit sen­sa­tio­nel­len musi­ka­li­schen Mit­teln zu erzäh­len. Wie klingt die Angst der Mut­ter? Wie klingt es unter Was­ser? Was Dvo­řák dazu ein­fällt, finde ich atem­be­rau­bend!

Mir selbst als Schwei­zer kön­nen in den Ber­gen auch die steils­ten Wände, die meh­rere hun­dert Meter senk­recht hin­unter­ge­hen, keine Angst ein­ja­gen. Aber als ich ein­mal im Meer schnor­cheln war und am Rand eines Riffs in den plötz­lich unter mir klaf­fen­den schwar­zen Abgrund schaute, über­kam mich ein rich­ti­ges Ent­set­zen, das Gefühl einer wirk­lich ur­sprüng­li­chen, tief­sit­zen­den Todes­angst.

Beim Thema „Natur“, das auf unse­rem Pla­ne­ten Dvo­řák natür­lich enorm wich­tig ist, geht es eben nicht nur um son­nen­durch­flu­tete Wald­lich­tun­gen und lieb­li­che Vogel­rufe, son­dern auch um die Aus­ein­an­der­set­zung mit Ängs­ten und mit dem Tod. Beim heu­ti­gen Ver­hal­ten des Men­schen in den Ber­gen und in der Natur erlebt man ja im Grunde oft eine Ent­fer­nung von der Natür­lich­keit, indem Angst, also etwas zu­tiefst Natür­li­ches, oft aus­ge­blen­det wird. Handy-Navi­ga­tion und Berg­ret­tung sol­len es dann rich­ten.

Ende des 19. Jahr­hun­derts konnte Dvo­řák mit musi­ka­li­schen Erzäh­lun­gen wie dem „Was­servmann“ noch wahr­haft in den Bann schla­gen und ver­zau­bern, – viel schwe­rer ist das in der heu­ti­gen Zeit, in der man die Ana­lyse immer gleich mit­ge­lie­fert bekommt. Wenn man bei­spiels­weise die KI über ein Musik­stück befragt, heißt es am Ende immer gleich: „Willst du noch …“ etwas über die Struk­tur erfah­ren? Darüber, wie es geschrie­ben wurde und warum?“ Das ist für mich ein greif­ba­res Zei­chen fort­schrei­ten­der Ent­zau­be­rung.

Michael Dissmeier: Vom Pla­ne­ten Dvo­řák aus sieht man also auch die dunkle Seite des Mon­des, wobei das Auf­takt­pro­gramm glück­li­cher­weise viel Sonne ent­hält.

Simon Gaudenz: Mir geht es ja um den gan­zen Kos­mos. Selt­sam, dass das „Scherzo capric­cioso“ in Deutsch­land so wenig gespielt wird. Es ist ein wahres Bra­vour­stück und steht in der Tat völ­lig für die ver­traute Seite von Dvo­řák: über­schwäng­liche Natur­schil­derung und aus­ge­las­sene, volks­tüm­li­che Tänze.

Mit Mozarts Kla­ri­net­ten­kon­zert schla­gen wir einen Bogen zu den Ursprün­gen, wie Natur in der Musik abge­bil­det wer­den kann. Der zweite Satz ist so idyl­lisch und in sich ruhend, der dritte wie ein rausch­haf­tes, som­mer­li­ches Fest, – Mozart gelingt bereits etwas im Grunde sehr dvo­řák­ty­pi­sches: eine inten­sive Ver­bun­den­heit des Men­schen mit der Natur. Natür­lich wollte ich unbe­dingt auch unse­ren wun­der­ba­ren Artist in Resi­dence Daniel Otten­sa­mer, den Solo-Kla­ri­net­tis­ten der Wie­ner Phil­har­mo­ni­ker, beim Sai­son­auf­takt dabei­ha­ben.

Dvořáks Welt

Michael Dissmeier: Dient die Natur also als das Gravitationszentrum für den Planeten Dvořák? Ist sie die Sonne, um die er kreist?

Simon Gaudenz: Man ist sehr schnell dabei zu sagen: „Dvo­řák und die Natur, das ist eins!“ Er gilt als einer der Natur­kom­po­nis­ten schlecht­hin. Aber ich würde sein eigen­tli­ches Gr­avi­ta­tions­zen­trum eher in der rea­len Welt des aus­ge­hen­den 19. Jahr­hun­derts suchen. Neh­men wir eines seiner Haupt­werke, die Achte Sin­fonie, die wir im Januar im Don­ners­tags- und im Frei­tags­kon­zert in Jena spie­len und mit der wir auch auf Tour­nee gehen wer­den. Dvo­řák ließ das Stück in Eng­land pub­li­zie­ren, weil er sich mit sei­nem deut­schen Ver­le­ger gestrit­ten hatte. Er diri­gierte das Werk wäh­rend sei­ner Eng­land-Reise mehr­mals in Lon­don und Cam­bridge und wäh­rend sei­ner Zeit in den USA auch in Chi­cago. Wenn ich mir vor­stelle, was Dvo­řák im Geburts­land der Indus­tria­li­sie­rung gese­hen haben muss, den unge­heu­ren Schmutz, die rußige Luft, die Kin­der­ar­beit, die Unter­brin­gung der Fami­lien in beeng­ten, fürch­ter­lich unhy­gie­ni­schen Miets­ka­ser­nen, die geringe Lebens­er­war­tung, dann könnte ich mit eini­gem Recht seine Fokus­sie­rung auf die Natur auch als Gegen­be­weg­ung, als Suche nach einer Alter­na­tive zur bedrü­cken­den Lebens­rea­li­tät begrei­fen. Wenn wir uns beim Hören der Ach­ten Sin­fo­nie einmal rau­chende Schlote statt Wald­we­ben vor­stell­en wür­den, ent­stünde ein bemer­kens­wer­tes Span­nungs­feld.

Dvořák selbst war übri­gens abso­lut tech­nik­affin, heute würde man sagen: ein Eisen­bahn-Nerd. Er liebte Dampf­lo­ko­mo­ti­ven und war immer über die neusten Modelle unter­rich­tet. In der Mitte sei­nes Lebens rich­tete er sich auf dem Land eine Som­mer-Resi­denz ein, dort schrieb er auch die Achte Sin­fo­nie, inmit­ten der böh­mi­schen Natur.

Warum machen so viele Kom­po­nis­ten Ende des 19. Jahr­hun­derts die Natur zum Gegen­stand ihrer Werke? Eine Erklä­rung liegt für mich auf jeden Fall darin, dass sie auf die Ver­än­de­run­gen ihrer Umwelt rea­gie­ren. Je mehr die indus­trielle Revo­lu­tion das Leben prägt, desto stär­ker wird die Sehn­sucht nach einem idyl­li­schen Gegen­ent­wurf. Vor­her galt die Natur als Feind des Men­schen. Nie­mand ging frei­wil­lig in den Wald, dort wohn­ten die Wölfe. Auch das Berg­stei­gen kam erst spät, Ende des 18. Jahr­hun­derts, all­mäh­lich in Mode.

Michael Dissmeier: Johann Sebas­tian Bach wäre nie im Leben auf die Idee gekom­men, in ein Kom­po­nier­häus­chen auf dem Land zu zie­hen. Zu sei­ner Zeit war der Wald noch vol­ler Mons­ter.

Simon Gaudenz: Dvo­řáks liebe­volle Schil­de­rung der Natur ist zur dama­li­gen Zeit im Grunde etwas Neues, fast Avant­gar­dis­ti­sches. Musi­ka­li­sche Werke aus dem Kon­text der Zeit ihrer Ent­ste­hung heraus zu begrei­fen, ver­mag oft neue Blick­win­kel zu öff­nen und hilft, nicht bei einer ober­flä­ch­li­chen Betrach­tung der vie­len schö­nen Momente ste­hen zu blei­ben.

Eine Werk­gruppe Dvo­řáks, die gera­dezu exem­pla­risch für diese inhalt­li­che Tiefe steht, sind die drei Kon­zert­ouver­tü­ren „Natur“ (op. 91), „Kar­ne­val“ (op. 92) und „Othello“ (op. 93). In die­sen drei Stü­cken ist im Grunde alles ent­hal­ten, was Dvo­řák aus­macht. Für mich hat die „Natur“-Ouver­türe etwas bei­nahe Pan­theis­ti­sches. „Kar­ne­val“ ist trotz der vibrie­ren­den, mit­rei­ßen­den Tänze über­haupt nicht ober­fläch­lich und erzählt auf eine wahr­haft bezau­bernde Weise vom Men­sch­sein. Aus­ge­sucht haben wir die „Othello“-Ouver­türe und spie­len sie im Dezem­ber zusam­men mit den „Vier letz­ten Lie­dern“ von Richard Strauss und der Vier­ten Sin­fonie von Johan­nes Brahms, in einem Pro­gramm, mit dem wir zudem die Schweiz berei­sen wer­den.

Michael Dissmeier: Die Kom­po­si­tions­weise der „Othello“-Ouver­türe erin­nert mich stark an Film­musik. Und das lange, bevor es über­haupt Filme gibt.

Simon Gaudenz: Man hört, wie pro­gres­siv Dvo­řák sein kann. Die Musik weist bereits zu Mah­ler und Puc­cini. Und es gibt auf dem Pla­ne­ten Dvo­řák eben nicht nur das Erha­bene, son­dern auch das Nie­dere, das Direkte und Lüs­terne. Er kann auch dahin gehen, wo es ein biss­chen schmut­zi­ger ist.

Antonín Dvořák (1882)
Antonín Dvořák (1882)

Böhmischer Klang

Michael Dissmeier: Wie kann man den spe­zi­fisch böh­mi­schen Klang von Dvo­řáks Musik beschrei­ben?

Simon Gaudenz: Die­ser Klang hat für mich weni­ger mit Ins­tru­men­ta­tion zu tun, son­dern mehr mit einer sehr spe­ziel­len Emo­tion. Selbst wenn die schöns­ten und unbe­schwer­tes­ten Stel­len erklin­gen, liegt irgendwo in einer tiefe­ren Schicht etwas Weh­mü­ti­ges. Dort ist es nicht melan­cho­lisch schwarz, die Stim­mung hat durch­aus mit Behag­lich­keit zu tun. Man sitzt am Abend drau­ßen, die Sonne brennt nicht mehr, son­dern wärmt nur noch ein biss­chen. Bald wird es kalt. Ein klein wenig schwer­mü­tig geht es zu, viel­leicht auch mini­mal melan­cho­lisch. Der böh­mi­sche Klang braucht eine spe­zielle Art von weh­mü­ti­ger Milde, wie ein herbst­li­cher Seuf­zer.

Gleich­zei­tig hat Dvo­řáks Musik eine große Direkt­heit und Ursprüng­lich­keit. Sie muss pur und ehr­lich klin­gen. „Ehr­lich“ ist viel­leicht über­haupt das wich­tig­ste Wort im Zusam­men­hang mit Dvo­řák. Obwohl er sicher ein äußerst klu­ger Mensch war, sehe ich ihn nicht als Aka­de­mi­ker oder Intel­lek­tuel­len. Ein Kom­po­nist wie Bar­tók sucht eben­falls das Ursprüng­li­che, kann aber sein unge­heu­res Wis­sen nicht ver­ber­gen. Dvo­řák fin­det andere Wege. Die mensch­li­chen Gefühls­wel­ten, die er in sei­ner Musik dar­stellt, haben immer etwas Ein­faches, Instink­ti­ves, – und die­ses Ein­fache kann ja durch­aus klü­ger sein als das Intel­lek­tu­elle und Ana­ly­ti­sche! Aka­de­mi­kern wie uns, die sich stän­dig ana­ly­tisch mit Musik aus­ein­an­der­set­zen, ist so etwas ja bei­nahe sus­pekt. Aber ich finde wich­tig, in der Musik das Wort „naiv“ nicht auto­ma­tisch mit schlich­tem Gemüt oder irgend­wel­chen Vor­abend­se­rien in Ver­bin­dung zu brin­gen. Nai­vi­tät, Ein­fach­heit, Schlicht­heit und Ehr­lich­keit zie­len bei Dvo­řák darauf, über­haupt wahr­neh­men zu kön­nen, was in der Natur und in Men­schen vor sich geht. Er hört in die Men­schen hinein, auf ein­fache Weise, ohne Vor­be­halte, ohne psy­cho­lo­gi­sie­rende Absicht. Er zeigt eine natür­liche Sen­si­bi­li­tät und Offen­heit, die vor allem nicht sofort in Ana­lyse über­geht.

Ein wei­teres wich­ti­ges Wort im Zusam­men­hang mit Dvo­řák ist „Gebor­gen­heit“. Nach­dem wir uns eine Spiel­zeit lang mit Dmi­tri Schos­ta­ko­witsch beschäf­tigt haben, nach all dem Schwarz-Wei­ßen und Dop­pel­bö­di­gen, nach dies­er Alles-oder-nichts-Groß­stadt-Musik, wollte ich gern das Gegen­teil. Eine Musik, die das Or­ches­ter und das Pub­li­kum mit einer Art von Liebe um­schließt, bei der man sich wohl­füh­len kann. Dvo­řáks Musik ist gesund und un­mittel­bar mensch­lich. Selbst, wenn es ein­mal um Abgründe geht, enden die Werke nicht hoff­nungs­los.

»›Ehrlich‹ ist vielleicht das wichtigste Wort im Zusammenhang mit Dvořák.«

SIMON GAUDENZ

Michael Dissmeier: Was macht die spe­zielle Far­big­keit sei­ner Musik aus?

Simon Gaudenz: Bei Dvo­řák kann man viel exzes­si­ver und extre­mer mit Far­ben umge­hen als zum Beis­piel bei Brahms. Brahms ver­langt stets nach dem struk­tu­rel­len Kon­text, Dvo­řák erlaubt da einen flexi­ble­ren, spon­ta­ne­ren Umgang. Man kann zum Bei­spiel aus dem Moment heraus ent­schei­den, eine Stelle auf dem Steg zu spie­len, wenn man Schnee asso­zi­ie­ren möchte. Auch in for­ma­ler Hin­sicht gestat­tet Dvo­řák sich viele Frei­hei­ten. Natür­lich exis­tiert bei­spiels­weise im Cello­kon­zert eine klare musi­ka­li­sche Form. Aber Dvo­řák ver­fährt mit sei­nem Mate­rial über­schwäng­lich, gera­dezu ver­schwen­de­risch. Wenn ihm nach der Ein­füh­rung der The­men eine wei­tere schöne Melodie in den Sinn kommt, dann schreibt er sie hin. Und noch eine wei­tere. Von Brahms stammt ein schö­nes Zitat, das die Sache auf den Punkt bringt: „Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus sei­nen Abfäl­len könnte sich jeder andere die Haupt­the­men zusam­men­klau­ben.“

Gene­rell soll­ten die Far­ben bei den Blä­sern etwas volks­mu­si­kar­tig Raues haben. Man muss darauf ach­ten, dass man die­sen Klang nicht zu sehr nivel­liert. Einen Bläser­satz mit rei­nen, ste­hen­den Inter­val­len wie bei einer Orgel hört man eher sel­ten. Und gerade das benö­tigt Dvo­řáks Musik.

Was am Spiel tsche­chi­scher Or­ches­ter auf­fällt, ist, dass der Strei­cher­klang etwas stark Sin­gen­des hat, und zwar eben nicht das mehl­tau­ar­tige „tenuto“, mit dem heute oft alles zuge­deckt wird. Strei­chins­tru­mente ver­mö­gen es, in vie­len ver­schie­de­nen Far­ben zu „sin­gen“, ihr Klang kann dabei durch­aus schwe­bend und leicht blei­ben. Heute ist mit Sin­gen immer viel zu schnell gemeint: „an der Saite“, schwer. Für mich sollte ein böh­mi­scher Klang auf jeden Fall schlank sein, eher hell und sehr direkt gespielt.

»Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben.«

JOHANNES BRAHMS ÜBER ANTONÍN DVOŘÁK

Tod und Trost

Antonín Dvořák (um 1900)
Antonín Dvořák war auch ein leidenschaftlicher Taubenzüchter – hier vor seinem Haus in Vysoká u Příbramě, um 1900.

Michael Dissmeier: Mir fällt auf, wie viele Pro­gramme die­ser Sai­son um das Thema „Tod“ krei­sen. Als zen­tra­les chor­sin­fo­ni­sches Werk erklingt das Dvo­řák-Re­quiem.

Simon Gaudenz: Eine unge­wöhn­li­che, sehr indi­vi­duelle Ver­to­nung des Requiem-Tex­tes! Dvo­řák ist weni­ger auf große Effekte aus als viel­mehr auf eine inner­li­che, see­len­volle Bitte um Frie­den. Die­ses Kon­zert ist eine wun­der­bare Auf­gabe für den Phil­har­mo­ni­schen Chor und unsere Chor­di­rek­to­rin Berit Wal­ther! [...]

Michael Dissmeier: Gehört der Tod untrenn­bar zur Natur?

Simon Gaudenz: Natur ist vor allem nichts Ober­fläch­li­ches. Sie ist nicht ein­fach „schön“. Und trotz­dem kann man sich in ihrem Kreis­lauf von Geburt bis Tod, von Früh­ling bis Win­ter zutiefst gebor­gen füh­len. Das Pan­theis­ti­sche an die­sem Gedan­ken bewegt mich sehr. Auf unse­rem Pla­ne­ten Dvo­řák ist das ein bestim­men­des Motiv, das sich an vie­len Stel­len wie­der­fin­det. [...]

Die Monde des Planeten Dvořák

Michael Dissmeier: Zum Plane­ten Dvo­řák gehö­ren die Monde, die ihn umkrei­sen. Ein Werk drängt sich gera­dezu auf: „Mein Vater­land“ von Bed­řich Sme­tana.

Simon Gaudenz: Die­ser Zyk­lus darf in der Tat nicht feh­len. Sme­ta­nas Sin­fo­ni­sche Dich­tun­gen über die böh­mi­sche Natur und Ge­schich­te ver­se­hen wir in unse­rem Kon­zert zudem mit einem span­nen­den Kon­tra­punkt: zu Beginn er­klingt das Werk „No Night No Land No Sky“ eines der er­folg­reich­sten zeit­ge­nös­si­schen Kom­po­nis­ten, des Tsche­chen Miros­lav Srnka, der in die­sem Stück die end­lose Weite einer ant­ark­ti­schen Land­schaft schil­dert. Diese krasse Kon­fron­ta­tion der böh­mi­schen Mit­tel­ge­birgs­land­schaft mit dem White­out-Syn­drom im ewi­gen Eis ist übri­gens die Idee unse­res Künst­le­ri­schen Bera­ters und Kon­zert­pla­ners Ger­not Woj­na­rowicz. Sein enzy­klo­pä­di­sches Wiss­en und sein Ideen­reich­tum sind für meine Arbeit uner­setz­lich, gerade für die gemein­same Ent­wick­lung span­nen­der Kon­zert­pro­gramme!

Michael Dissmeier: Von Tschai­kowski er­klin­gen das Vio­lin­kon­zert sowie die Sin­fo­nie Nr. 6 „Pathé­ti­que“. Dvo­řák und Tschai­kowski schlos­sen im Jahr 1888 Freund­schaft und unter­stütz­ten sich for­tan gegen­sei­tig. Die bei­den nahezu gleich al­ten Kom­po­nis­ten stan­den vor ähn­li­chen Heraus­for­de­run­gen: beide arbei­te­ten an der Akzep­tanz der Ver­schmel­zung von klas­si­scher Kom­po­si­tions­weise und sla­wi­scher The­matik.

Simon Gaudenz: Für Tschai­kowski gilt Ähn­li­ches wie das, was ich eben über die Far­ben bei Dvo­řák gesagt habe. Mit der Rus­si­schen Natio­nal­phil­har­mo­nie war ich jah­re­lang ver­bun­den, lei­der ist es auf­grund der poli­ti­schen Situa­tion heute nicht mehr mög­lich, gemein­sam zu musi­zie­ren. So wie dieses rus­si­sche Or­ches­ter Tschai­kowski spielt, so rau und direkt, so völ­lig un­sen­ti­men­tal – das habe ich immer als sehr vor­bild­haft emp­fun­den.

Michael Dissmeier: Auch Leoš Janá­ček, Erwin Schul­hoff und Vik­tor Ull­mann gehö­ren zum Dvo­řák-Uni­ver­sum. Schul­hoff hat Dvo­řák sogar im Alter von sie­ben Jah­ren vor­ge­spielt und erhielt eine per­sön­li­che Emp­feh­lung für Kla­vier­un­ter­richt.

Simon Gaudenz: Die tsche­chi­sche Musik in der ers­ten Hälfte des 20. Jahr­hun­derts hat unge­heuer viel Inte­res­san­tes zu bie­ten. Jede Aus­wahl bleibt not­ge­drun­gen lücken­haft. Aber ein Stück durf­ten wir auf gar kei­nen Fall aus­las­sen – nicht zuletzt wegen der bio­gra­phi­schen Ver­bin­dung zu Dvo­řák – das ist Suks Zweite Sin­fo­nie „Asrael“.

Michael Dissmeier: Josef Suk war Dvo­řáks Schwie­ger­sohn. Nach des­sen Tod im Jahr 1905 begann er, die Sin­fonie als Anden­ken für den ge­schätz­ten und ge­lieb­ten Schwie­ger­va­ter zu schrei­ben.

Simon Gaudenz: Furcht­ba­rer­weise starb im glei­chen Jahr auch Otilie, Dvo­řáks Toch­ter. Den vier­ten und fünf­ten Satz wid­mete Josef Suk sei­ner ver­stor­be­nen Frau. Die Kom­po­si­tion ist eine der berüh­rends­ten musi­ka­li­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit Tod und Ver­lust, benannt nach dem Todes­en­gel Asrael.

Michael Dissmeier: Suk schreibt über den Kom­po­si­tions­pro­zess: „Der furcht­er­re­gende Engel des Todes schlug mit seiner Sense ein zwei­tes Mal zu. Solch ein Unglück zer­stört ent­weder einen Men­schen oder trägt alle schla­fen­den Kräfte in ihm an die Ober­flä­che. Die Musik hat mich geret­tet, und nach einem Jahr begann ich den zwei­ten Teil der Sym­pho­nie mit einem Ada­gio, einem zar­ten Por­trät von Oti­lka.“

Simon Gaudenz: Es hat lange gedauert, bis die­ses Meis­ter­werk außer­halb von Tsche­chien das Inter­esse bekommt, das es ver­dient. Tod und Trost, Gefahr und Gebor­gen­sein wer­den von Suk auf berüh­rende Weise ver­bun­den. Die Ton­sprache ist auf dem glei­chen Niveau wie bei Gus­tav Mah­ler.
 

Die Tonsprache von Josef Suk ist auf dem gleichen Niveau wie bei Gustav Mahler.

SIMON GAUDENZ

Konzerte zum Spielzeitschwerpunkt »Planet Dvořák«

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Konzert zum Tag des offenen Denkmals

Ein Ausblick auf die neue Spielzeit mit Werken von Antonín Dvořák, Gustav Mahler, György Ligeti, Johannes Brahms, Wolfgang Amadeus Mozart, William Walton und Sergei Prokofjew

Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung und Moderation / Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche, Moderation / Dezernent Johannes Schleußner, Moderation

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Antonín Dvořák: „Vodník“ („Der Wassermann“), Sinfonische Dichtung op. 107

Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung / Beate Bachmann, Moderation

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Werke von Antonín Dvořák, Wolfgang Amadeus Mozart und Wolfgang Rihm

ARTIST IN RESIDENCE Daniel Ottensamer, Klarinette / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Stadtteilzentrum LISA

Streichquartette von Joseph Haydn und Antonín Dvořák

Weronika Tadzik, Violine / Christoph Hilpert, Violine / Karina Suslov-Götz, Viola / Alexander Wegelin, Violoncello

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Werke von Antonín Dvořák, Johann Strauss (Sohn), Bedřich Smetana, Josef Suk u. a.

Eva Hartová, Sopran / Jenaer Philharmonie / Johannes Klumpp, Leitung und Moderation

· Hotel & Restaurant Schwarzer Bär

Streichquartette von Joseph Haydn und Antonín Dvořák

Weronika Tadzik, Violine / Christoph Hilpert, Violine / Karina Suslov-Götz, Viola / Alexander Wegelin, Violoncello

· Gemeinschaftsschule Galileo/Aula

Streichquartette von Joseph Haydn und Antonín Dvořák

Weronika Tadzik, Violine / Christoph Hilpert, Violine / Karina Suslov-Götz, Viola / Alexander Wegelin, Violoncello

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Werke von Georg Anton Benda und Peter Tschaikowski

Jenaer Philharmonie / Jakub Przybycień, Leitung

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Antonín Dvořák: Requiem op. 89

Maryna Zubko, Sopran / Sarah Mehnert, Alt / Václav Vallon, Tenor / Jovan Koscica, Bass / Philharmonischer Chor Jena / Jenaer Madrigalkreis / Jenaer Philharmonie / Berit Walther, Leitung

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Werke von Antonín Dvořák, Richard Strauss und Johannes Brahms

Christina Landshamer, Sopran / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Théâtre populaire romand – Centre neuchâtelois des arts vivants/Salle de musique

Werke von Antonín Dvořák, Richard Strauss und Johannes Brahms

Christina Landshamer, Sopran / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Stadtcasino/Musiksaal

Werke von Antonín Dvořák, Richard Strauss und Johannes Brahms

Christina Landshamer, Sopran / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Stadtcasino/Musiksaal

Werke von Antonín Dvořák, Richard Strauss und Johannes Brahms

Christina Landshamer, Sopran / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Antonín Dvořák

Elisabeth Brauß, Klavier / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Werke von Ludwig van Beethoven und Antonín Dvořák

Elisabeth Brauß, Klavier / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Rathausdiele

Streichquartette von Leoš Janáček und Antonín Dvořák

Katharina-Viktoria Georgiev, Violine / Johannes Tauber, Violine / Christian Götz, Viola / Carmen Dreßler, Violoncello

· Das Wormser Theater

Werke von Ernest Tomlinson, Aaron Copland und Antonín Dvořák

ARTIST IN RESIDENCE Daniel Ottensamer, Klarinette / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Graf Zeppelin Haus

Werke von Ernest Tomlinson, Aaron Copland und Antonín Dvořák

ARTIST IN RESIDENCE Daniel Ottensamer, Klarinette / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Kultur- und Kongresszentrum

Werke von Ernest Tomlinson, Aaron Copland und Antonín Dvořák

ARTIST IN RESIDENCE Daniel Ottensamer, Klarinette / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· bigBOX ALLGÄU

Werke von Ernest Tomlinson, Aaron Copland und Antonín Dvořák

ARTIST IN RESIDENCE Daniel Ottensamer, Klarinette / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Kultur- und Kongresszentrum, Theater La Poste

Werke von Ernest Tomlinson, Aaron Copland und Antonín Dvořák

ARTIST IN RESIDENCE Daniel Ottensamer, Klarinette / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Werke von Miroslav Srnka und Bedřich Smetana

Jenaer Philharmonie / Jamie Phillips, Leitung

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Josef Suk

János Mátyás Stark, Violine / Jenaer Philharmonie / Nodoka Okisawa, Leitung

· Rathausdiele

Werke von Antonín Dvořák und Gustav Mahler

Rosa Donata Milton, Violine / Johannes Tauber, Violine / Christian Götz, Viola / Alexander Wegelin, Violoncello / Igor Gryshin, Klavier

· Stadtteilzentrum LISA

Werke von Antonín Dvořák und Ludwig van Beethoven

Jeannina Gutiérrez de Sommer, Violine / Christoph Hilpert, Violine / Hasmik Karapetyan, Viola / Alexander Wegelin, Violoncello

· Rathausdiele

Lieder und Duette von Antonín Dvořák, Johannes Brahms und Wilhelm Stenhammar

Elena Iuliana Ioana, Sopran / Joel Andreasson, Bariton / Artemiy Sokolovsky, Klavier

· Hotel & Restaurant Schwarzer Bär

Werke von Ludwig van Beethoven und Leoš Janáček

Hazel Beh, Klavier / Cornelius Spaeth, Violine / Torben Jans, Violine / Christian Götz, Viola / Weimo Gao, Violoncello

· Rathausdiele

Klavierquartette von Bohuslav Martinů und Antonín Dvořák

Hazel Beh, Klavier / Cornelius Spaeth, Violine / Karina Suslov-Götz, Viola / Weimo Gao, Violoncello

· Gemeinschaftsschule Galileo/Aula

Werke von Antonín Dvořák und Ludwig van Beethoven

Jeannina Gutiérrez de Sommer, Violine / Christoph Hilpert, Violine / Hasmik Karapetyan, Viola / Alexander Wegelin, Violoncello

· Volkshaus/Ernst-Abbe-Saal

Werke von Leoš Janáček und Antonín Dvořák

Friedrich Thiele, Violoncello / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung

· Rathausdiele

Werke von Anton Reicha, Josef Bohuslav Foerster und Leoš Janáček

Elisabeth Richter, Flöte / Timothée Vendeville, Oboe und Englischhorn / Vincent Nitsche, Klarinette / Désirée Grundmann, Bassklarinette / Anna Magdalena Euen, Horn / Matthias Schottstädt, Fagott

· Schloss/Renaissancehof

Werke von Antonín Dvořák und Ludwig van Beethoven

Friedrich Thiele, Violoncello / Jenaer Philharmonie / Simon Gaudenz, Leitung