In der Saison 2026.2027 richtet die Jenaer Philharmonie unter dem Spielzeitschwerpunkt „Planet Dvořák“ den Blick auch auf die musikalischen Beziehungen und Verbindungen rund um den böhmischen Komponisten. In diesem Konzert ist Dvořáks Musik selbst nicht vertreten – dafür jedoch Peter Tschaikowski, mit dem er 1888 Freundschaft schloss und der wie Dvořák daran arbeitete, westeuropäische Formtradition und slawische Thematik miteinander zu verbinden. Noch weiter zurück führt Georg Anton (tschech. Jiří Antonín) Benda, der 1722 im mittelböhmischen Benátky nad Jizerou geboren wurde – keine 50 Kilometer von Nelahozeves, Dvořáks Geburtsort, entfernt – und später im mitteldeutschen Raum wirkte. Seine D-Dur-Sinfonie entstammt einer Zeit, in der sich die Gattung erst zu ihrer klassischen Form entwickelte. Im Zentrum des Abends steht Tschaikowskis Sechste Sinfonie, die „Pathétique“. Zwischen leidenschaftlicher Dramatik und inniger Lyrik entfaltet sich ein Werk von außergewöhnlicher persönlicher Intensität. So knüpft das Konzert ein Band von Dvořáks böhmischen Wurzeln über die Freundschaft zweier nahezu gleichaltriger Komponisten zur letzten vollendeten Sinfonie eines großen Romantikers. /JN
Programm
Georg Anton Benda:
Sinfonie Nr. 1 D-Dur
Peter Tschaikowski:
Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 („Pathétique“)
Mitwirkende
Jenaer Philharmonie
Jakub Przybycień, Leitung
Hinweise
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre bei einem Getränk mit den Künstler*innen des Abends ins Gespräch zu kommen.
Präsentiert von der Sparkasse Jena-Saale-Holzland


