Das Programm verbindet zwei Meisterwerke, die trotz des jugendlichen Alters ihrer Schöpfer in ihrem musikalischen Charakter kaum gegensätzlicher sein könnten. Im Zentrum steht Franz Schuberts Klavierquintett A-Dur, komponiert im Sommer 1819 mit 22 Jahren während eines Aufenthalts im oberösterreichischen Steyr, wo ihn ein Musikmäzen zu einer ungewöhnlichen Besetzung anregte: Statt zweier Violinen integrierte Schubert einen Kontrabass. Dieses tiefe Fundament befreit das Violoncello für tragende Melodielinien und schenkt dem Klavier den Freiraum für die funkelnden oberen Register. Seinen Beinamen „Forellenquintett“ verdankt das Werk dem vierten Satz, in dem Schubert sein eigenes Lied „Die Forelle“ variiert. Es gilt als Inbegriff romantischer Lebensfreude. Ihm gegenüber steht ein hochdramatisches Fragment – der einzige erhaltene Klavierquartettsatz von Gustav Mahler. Entstanden um 1876 während seiner Studienzeit am Wiener Konservatorium, offenbart das Werk des damals erst 16-Jährigen eine wehmütige, leidenschaftliche Tonsprache. Während das Vorbild Johannes Brahms’ unverkennbar spürbar ist, blitzen in der dichten, melancholischen Atmosphäre bereits Motive des späteren Sinfonikers auf. Die Musiker*innen der Jenaer Philharmonie und Deren Wang am Klavier laden das Publikum zu einem anspruchsvollen Hörerlebnis ein, das seinen harmonischen Nachklang im anschließenden Menü findet. /JN
Programm
Franz Schubert:
Klavierquintett A-Dur op. posth. 114 D 667 („Forellenquintett“)
Gustav Mahler:
Klavierquartett a-Moll
Mitwirkende
Torben Jans, Violine
Christian Götz, Viola
Henriette Lätsch, Violoncello
Alexander Brühl, Kontrabass
Deren Wang, Klavier
Hinweise
Anschließend Drei-Gänge-Menü
Preis pro Person: 69,00 € (exkl. Getränke)
Informationen und Tickets
Hotel Schwarzer Bär
Lutherplatz 2, 07743 Jena
Tel. +49 3641 4060
hotel@schwarzer-baer-jena.de
Veranstalter
Hotel Schwarzer Bär Jena OHG in Kooperation mit der Jenaer Philharmonie


